Doomscrolling stoppen: Warum Bewusstmachung besser wirkt als App-Sperren
Im folgenden Projekt habe ich mich aufgrund eigener Erfahrung mit der Lösung eines Problems befasst, das meiner Annahme nach Millionen von Menschen beeinflusst: Doomscrolling.
Person scrolls on Smartphone // Picture by Gilles Lambert
Doomscrolling wird in der Wissenschaft mittlerweile als zwanghafte Verhaltenssucht eingeordnet (McLaughlin et al., 2022) und raubt den meisten unter uns wertvolle Lebenszeit und die Gesundheit, mit der sie dieses Leben verbringen.
Ich habe selbst schon Tools wie App-Limits genutzt, wie z. B. Apple sie innerhalb ihres Ökosystems anbietet, aber auch Apps wie OneSec, die Anwendungen scheinbar gänzlich blockieren können.
Mein Problem dabei: Wenn ich zu viele Kekse esse, dann hilft es mir zwar, die Kekse wegzuschließen; doch habe ich den Schlüssel für diese Keksbox, dann bin ich der Wärter und Insasse zugleich in meinem eigenen Dopamin-Gefängnis.
App-Limits können noch im selben Screen übersprungen werden und Apps wie OneSec kann ich auch einfach wieder installieren.
Wie also schütze ich mich vor den Keksen? Natürlich könnte ich einfach keine kaufen – aber was ist das Leben schon ohne Kekse? Genauso verhält es sich mit sozialen Medien: Sie sind eben Teil des Lebens geworden – wir müssen sie wohl einfach nur besser dosieren lernen.
Und genau hier liegt mein Ansatz zur Lösung: Mein Ansatz ist es, ein Bewusstsein für den eigenen Konsum aufzubauen. Statt keine Kekse mehr zu essen, könnte ich Kalorien zählen (oder Kekse).
Beim Scrolling kann ich beispielsweise auf meinem iPhone Haptik und die Dynamic Island nutzen, um mir vor Augen zu halten, dass ich schon wieder 350 Katzenvideos gesehen habe – dabei waren es doch nur 5 Minuten.
Wie mein Ansatz genau aussieht, wird in der folgenden Case Study sichtbar.
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Quelle:
McLaughlin, B., Gotlieb, M. R., & Mills, D. J. (2022). Caught in a Bad Mindset: Doomscrolling and the Consequences for Physical and Mental Well-Being. Health Communication, 38(11), 2364–2372. PubMed PMID: 36000282.
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Klassische App-Limits setzen auf harte Restriktionen. Da das Aufheben der Sperre („Limit für heute ignorieren“) jedoch nur einen einzigen Klick erfordert, scheitert es an der kognitiven Kontrollschwelle (bekannt als Dual-Process-Theorie nach Daniel Kahneman): Das unbewusste, impulsive System 1 überstimmt die geplante Selbstdisziplin in Millisekunden. Man bleibt Wärter und Insasse zugleich im eigenen Dopamin-Gefängnis.
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App-Blocker versuchen Verhalten durch erzwungene Verbote zu steuern, was häufig zu Frustration, Trotzreaktionen (psychologische Reaktanz) und dem schnellen Deinstallieren der App führt. Self-Monitoring setzt stattdessen auf direkte Verhaltensrückmeldung in Echtzeit (z. B. durch Zähler in der Dynamic Island). Dem Nutzer wird der eigene Konsum schrittweise bewusst gemacht, was das reflektierte System 2 wieder einschaltet und nachhaltige Verhaltensänderungen fördert – ganz ohne Bevormundung.
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In der Forschung wird Doomscrolling als Form der Verhaltenssucht (Behavioral Addiction) eingeordnet. Studien (wie z. B. McLaughlin et al., 2022 auf PubMed) belegen, dass das zwanghafte Scrollen durch überstimulierende Inhalte deutliche Merkmale von Kontrollverlust aufweist und die mentale sowie physische Gesundheit spürbar belastet.
Ein aufregendes Projekt
Heute ist es soweit - ich starte das erste Mal im Leben ein App-Projekt. Nachdem ich 2019 mühsam mit YouTube-Tutorials ein PingPong-Spiel entwickelt habe, um mich bei einer Hochschule zu bewerben, habe ich neben ein paar Kursen an der Hochschule für mich entschieden, dass Entwicklung einfach nichts für mich ist - genauso wie beim Tanzen habe ich da wohl einfach zwei linke Füße.
Doch wir leben in aufregenden Zeiten: Claude Code ist da, und wird mir als Entwickler zur Seite stehen. Ich kann mich also ganz auf die User Experience konzentrieren, während Claude die Entwicklung übernimmt.
Da ich für mein Portfolio aktuell an einem anderen Projekt arbeite, nutze ich diesen Freitagabend, um den Entdecker in mir von der Leine zu lassen. Der Research-Teil folgt dann, wenn ich vertraut mit dieser Claude-Entwicklungs-Testphase bin.
Fast hätte ich vergessen, worum es sich hier überhaupt handelt: Wer sich auf andere Seiten dieses Blogs verirrt hat, wird vermutlich herausgefunden haben, dass ich gerne schreibe.
Da ich schon seit meiner Kindheit die Begeisterung für Technik teile, bin ich diese Person, die bei jedem Hobby, jeder Leidenschaft, die ich beginne, im nächsten Schritt die passende App dazu suche, denn ich liebe Daten. Ich liebe es zu tracken was ich tue, um später auszuwerten, welchen Aufwand ich betreibe und warum es eventuell hakt. In manchen Fällen ist es aber auch nur der Spaß am loggen, um mir bestenfalls auf die Schulter zu klopfen.
Jedenfalls habe ich schon die ein oder andere Schreibapp ausprobiert, und habe bis jetzt nicht die richtige App für mich finden können - daher baue ich einfach meine eigene.
Was mir bei vielen Schreib-Apps immer gefehlt hat war, dass das Schreiben selbst, etwas sehr abstraktes ist. Journalisten werden an dieser Stelle vielleicht mit dem Kopf schütteln oder die Stirn runzeln, aber Autoren, die sich auf den Feldern der Fiktion umher bewegen, werden zumindest vorsichtig nicken.
Wenn ich eine App suche, die mich beim Schreiben unterstützt, dann suche ich weniger eine bunte Stechuhr mit Streak-Funktion, welche mich nur noch mehr unter Druck setzt ( Wenn euch Streaks wirklich motivieren, statt unter Druck zu setzen, dann schreibt es gerne in die Kommentare).
Ich brauche in erster Linie ein Ritual. Natürlich schätze ich weiterhin meine Metriken, auch beim Schreiben, aber nicht während dem Schreiben. Also mache ich mir häufig eine Kerze an und lege los - und genau dort ist beinahe wortwörtlich der erste Funke gesprungen.
Ich möchte zwar mein Schreibverhalten messen, jedoch möchte ich nicht das selbe Gefühl haben wie in einer Design-Agentur.
Kreatives Schreiben ist abstrakt- es soll Spaß machen, es soll Flow entstehen. Für den Moment des Schreibens ist es egal ob ich 2 Minuten oder 2 Stunden brauche.
Hinterher aber auf kurz oder lang auswerten zu können, ob ich oft genug schreibe oder einfach neugierig bin, an welchen Tagen und zu welcher Zeit um mir die Woche zu planen, das ist hilfreich.
Also habe ich es mir mit diesem spannenden Projekt zur Aufgabe gemacht, einen Ort zu schaffen, bei dem weder das Smartphone ablenkt, noch eine Art von Produktivitätsdruck herrscht.
Ob mir das gelingt, kannst du gerne auf diesem Blog verfolgen!
(Newsletter und Social Media sind noch in Arbeit)
The hedgehog with the wine bottle - The Boneyard Ep. 02 (English)
Alex took a look at the cast-iron skillets. He picked up the smallest one, the 10-inch.
Just as he was putting it back on the shelf to grab the 12-inch one instead, a young woman slipped between him and the shelf to look at the wooden-handled spoons.
He looked a bit taken aback.
But then he said politely, "Hey, I'm just gonna reach past you real quick, don't let me scare you."
And he reached for the skillet.
"Yeah, just do it already..." the woman hissed at him, without even looking his way.
Was that wrong again? Should he have just kept his mouth shut? No. It was polite. If she felt like she was being hit on, that was her problem.
But it visibly annoyed him.
"Do you think I was trying to flirt? My wife is standing right over there, and I was really only interested in the pan, not you," he defended himself with a slightly snippy undertone.
The woman looked up.
She rolled her eyes.
"Have a nice day yourself," he sighed, putting the pan back without paying any attention to the woman this time.
Without commenting on the situation any further, he went over to his wife and joined her.
She seemed a bit annoyed. He reached for her hand.
"Everything alright?" he asked, testing the waters.
"Yeah, I'm fine."
Had she noticed the situation with the other woman? What had he done wrong? He just wanted to look at a new pan.
"Really?" he pressed.
"Alex. Yes. Everything's fine."
Nothing was fine.
He started chewing on his lip again.
"Okay, if you mean the situation with the woman back there, there's no reason to get upset!" he hissed at her.
His wife stopped next to the shelf with the kids' potholders.
"Oh, really, Alex? Is that how you see it?" she hissed back, sounding as if she were carrying a heavy bucket of rocks.
"Come on, it's such a nice day. Nothing even happened."
"You're right. I probably shouldn't get so worked up over it. That's what you're trying to tell me, huh?"
Alex sighed like he'd just finished a long run.
"Yeah, maybe you shouldn't. Maybe you should just chill out more often!"
Now he was the one holding the bucket of rocks. His wife had just thrown a few more in.
"I mean, sure, we live in different times, but you can't do more than communicate. And if you run into an ignorant idiot, you just take a deep breath and go on with your day. Everything is totally fine!"
His wife looked at him as if she wanted to smash that bucket of rocks right over his receding hairline.
"So you think everything is fine?"
Alex took a deep breath in through his nose—and exhaled with a "Yes, I do."
His wife pursed her lips tensely.
"My husband. My wonderful husband thinks it's perfectly fine when a complete stranger bumps into me, calls me a 'stupid bitch,' and he doesn't even step in. Noooo, instead he lets her go first at the very next shelf, and just when I think he's gonna whack that dumb cow with the pan, he smiles at her!"
Alex looked as if the bucket of rocks had just dropped on his big toe.
"What?!" he blurted out.
Then he started laughing.
"You think this is funny?"
Alex kept laughing and pointed over his shoulder with his chewed-up thumb.
"I was annoyed by that dumb cow myself."
His wife looked at him skeptically.
"Yeah. I just wanted to politely tell her I wasn't done at the shelf yet, and she snapped at me like I was hitting on her."
Alex tested his wife's mood again by gently rubbing her shoulder.
"Bitch. I grabbed the last birthday card for Emilia," she held up a card with a cute hedgehog using a wine bottle as a baseball bat. "Then she asked me in her 'polite' way if she could have it."
Alex rolled his eyes with a smile.
"And you said no."
"Of course I said no. First of all, she was rude as hell, and hello? A hedgehog with a wine bottle—you don't just give that up."
Der Igel mit der Weinflasche
Alex warf einen Blick auf die Pfannen aus Gusseisen. Er nahm die kleinste mit dem 26er Durchmesser.
Gerade als er sie zurück ins Regal legte, um sich anschließen auf die 32er Pfanne zu stürzen, huscht eine junge Frau zwischen ihm und das Regal und sieht sich die Löffel mit Holzgriffen an.
Er schaute ein wenig verdutzt.
Doch dann sagte er höflich “Hey ich greif mal eben über dich rüber, nicht erschrecken.”
Und Griff nach der Pfanne.
“Ja mach doch einfach…”, zischte die Frau ihm an, ohne ihn dabei auch nur anzusehen.
War das wieder falsch? Hätte er einfach gar nichts sagen sollen? Nein. Es war höflich. Wenn sie sich angebaggert fühlt, ist das ihr Problem.
Doch es nervte ihn sichtlich.
“Denken Sie ich wollte flirten? Meine Frau steht direkt dort hinten und ich war wirklich nur an der Pfanne interessiert, nicht an ihnen.” Verteidigte er sich mit einem leicht patzigen Unterton.
Die Frau blickte auf.
Sie rollte mit den Augen.
“Selber schönen Tag”, seufzte er und legte die Pfanne zurück, ohne dabei diesmal auf die Frau zu achten.
Ohne die Situation weiter zu kommentieren, suchte er seine Frau auf und schloss sich ihr an.
Sie schien etwas genervt. Er griff nach ihrer Hand.
“Alles in Ordnung?”, tastete er sich heran.
“Ja passt schon.”
Hatte sie von der Situation mit der anderen Frau mitbekommen? Was hatte er denn falsch gemacht? Er wollte doch nur nach einer neuen Pfanne sehen.
“Wirklich?”, hakte er nach.
“Alex. Ja. Alles in Ordnung.”
Nichts war in Ordnung.
Er fing wieder an, a seiner Lippe zu kauen.
“Okay wenn du die Situation mit der Frau da hinten meinst, da gibt es keinen Grund sich aufzuregen!, zischte er sie an.
Seine Frau blieb neben dem Regal mit den Kinder-Topflappen stehen.
“Ach nein, Alex? Siehst du das so?”, zischte sie zurück, als würde sie einen schweren Eimer Steine halten.
“Komm schon, es ist so ein schöner Tag. Es ist doch nichts passiert.”
“Du hast recht. Ich sollte mich wahrscheinlich nicht so reinsteigern. Das willst du mir doch damit sagen, ja?”
Alex seufzte wie nach einem langen Lauf.
“Ja vielleicht solltest du das nicht. Vielleicht solltest du einfach mal öfter chillen!”
Jetzt hielt er den Eimer Steine. Seine Frau hatte noch ein paar davon hineingeworfen.
“Ich meine ja, wir leben in anderen Zeiten, aber mehr als Kommunizieren kann man ja nicht und wenn man dann an eine ignorante Vollidiotin gerät, dann atmet man tief durch und der Tag geht weiter. Es ist doch alles in Ordnung!”
Seine Frau sah ihn an, als wollte sie ihm den Eimer Steine nun über seine Geheimratsecken ziehen.
“Du findest also, dass alles in Ordnung ist?”
Alex atmete tief durch die Nase ein - und mit einem “Ja das finde ich”, wieder aus.
Seine Frau drückte ihre Lippen angespannt nach vorne.
“Mein Mann. Mein wundervoller Ehemann findet es also in Ordnung, wenn eine fremde Frau mich anrempelt, als ‘Blöde Schlampe’ bezeichnet und dann nicht mal eingreift. Neeein, stattdessen lässt er ihr am nächsten Regal auch noch den Vortritt und gerade als ich denke, er zieht dieser dummen Kuh eins mit der Pfanne über, lächelt er sie noch an!”
Alex sah aus, wäre der Eimer Steine ihm auf den großen Zeh gefallen.
“Was?!”, platzte es aus ihm heraus.
Dann fing er an zu lachen.
“Du findest das lustig?”
Alex lachte weiter und deutete mit seinem abgekauten Daumen hinter seine Schulter.
“Ich war selbst genervt von der dummen Kuh.”
Seine Frau sah ihn skeptisch an.
“Ja. Ich wollte ihr nur höflich sagen, dass ich noch nicht fertig am Regal war, da zickte sie mich an, als hätte ich sie angebaggert.”
Alex testete erneut die Stimmung seiner Frau, indem er ihr vorsichtig über die Schulter streifte.
“Schlampe. Ich hab mir für Emilia die letzte Geburtstagskarte geschnappt,” sie hielt eine Karte mit einem süßen Igel hoch, der eine Weinflasche als Baseballschläger nutzte. “Dann fragte sie mich in ihrer höflichen Art, ob sie die haben könnte”
Alex rollte mit einem Lächeln die Augen.
“Und du hast nein gesagt.”
“Natürlich habe ich nein gesagt. Erstens war die scheisse unfreundlich und hallo? Einen Igel mit einer Weinflasche, den gibt man nicht einfach her.”
Wenn ich mit einer Figur nicht weiterkomme, dann lege ich ihr bewusst Steine in den Weg
Wenn ich mit einer Figur nicht weiterkomme, dann ist das hin und wieder frustrierend. Auf der anderen Seite ist das eine hervorragende Möglichkeit, sie interessanter zu machen und somit der gesamten Geschichte mehr Schwung zu geben.
Die Figuren kommen zu mir, nicht andersherum
Ich weiß nicht, wie andere Autoren es halten, doch für mich gesprochen denke ich mir meine Figuren nicht aus. Sie sind nicht konstruiert und ich sitze nicht da und denke mir: „Mann, was für eine Person könnte da jetzt passen?“
Viel eher ist es so, dass meine Geschichten um meine Figuren herum passieren oder noch schöner formuliert: sich aus ihnen heraus entwickeln.
Manchmal sitze ich in der Umkleidekabine bei einem Städtetrip in London und warte darauf, bis meine Freundin den Vorhang öffnet, um mir ihr neues, potenzielles Outfit zu präsentieren. Dann steht da diese Frau, die etwas genervt aussieht. Sie schaut grimmig, hält eine Tasche in der Hand und hat diese fast schon neurotische Angewohnheit, diese Tasche alle paar Sekunden metronomartig in die andere Hand zu nehmen. Oft verliere ich mich in solchen Marotten. Das sind dann oft diese Situationen, in denen die Menschen merken, dass ich sie angucke – was mir gerade in der heutigen Zeit hin und wieder unangenehm ist.
Ich unterhalte mich auch liebend gern mit fremden Menschen in Warteschlangen, im Flur des Kinos oder in Flugzeugen. Besonders in Flugzeugen entstehen die interessantesten Gespräche. Vielleicht sind die Menschen noch höflicher zu dem merkwürdigen Kerl, der plötzlich Smalltalk anfängt, weil sie wissen, dass sie noch ein wenig Zeit mit ihm verbringen müssen.
Worauf ich hinaus will ist, dass die Geschichten, die wir so mögen, wenn auch nicht immer, durch Menschen vorangetrieben werden. Und die muss man sich nicht ausdenken – sie laufen in der ganzen Welt herum.
Die besten Geschichten schreibt das Leben selbst
Wenn wir mal aus unseren eigenen Gedanken und Sorgen heraustreten, durch die Stadt gehen, uns an einen öffentlichen Ort setzen und einfach mal beobachten, dann finden wir eigentlich immer eine Figur und wenn wir Glück haben eine Geschichte. Vielleicht auch nur eine Szene.
Und wenn man sich vorstellt, dass diese Frau in der Umkleidekabine nicht einfach einen unspektakulären Tick mit ihrer Tasche hat, sondern sich darin 100.000 $ befinden, die sie von ihrem tyrannischen Ehemann geklaut hat und mit ihrem kleinen Sohn noch schnell neue Kleidung für die Flucht in ein anderes Land kauft, dann könnte ich eine Geschichte haben.
Aber Beobachten ist nur der Anfang
Doch hier ist der Haken, an dem ich – und vielleicht auch ihr – oft hängen bleibe: Eine interessante Figur zu haben, macht noch keine Geschichte.
Bleiben wir bei der Frau in der Umkleidekabine in London. Ich habe sie beobachtet. Ich habe ihr das Geheimnis mit den 100.000 Dollar in der Tasche angedichtet. Die Figur steht. Aber was nun? Wenn sie jetzt einfach zur Kasse geht, bezahlt und das Geschäft verlässt, habe ich zwar eine Charakterstudie, aber keinen Plot. Die Geschichte würde einfach vor sich hin plätschern.
Genau in diesem Moment, wenn ich merke, dass die Szene zu glatt läuft oder ich nicht weiß, was als Nächstes passieren soll, greife ich zu meiner metaphorischen Kiste mit Steinen.
Ich werfe ihr einen Stein vor die Füße
Ich frage mich ganz bewusst: Was ist das Unpassendste, was dieser Person in genau dieser Sekunde passieren könnte?
In meinem Kopf lasse ich die Frau zur Kasse gehen. Sie will schnell und unauffällig bezahlen. Also werfe ich den Stein: Das Kartenlesegerät funktioniert nicht. „Nur Barzahlung heute“, sagt die Kassiererin gelangweilt.
Jetzt muss meine Figur reagieren. Sie kann das Kleid nicht bezahlen, ohne das Bündel Scheine aus der Tasche zu holen, was sofort Fragen aufwerfen würde. Die Schlange hinter ihr wird unruhig. Der Ladendetektiv schaut schon rüber. Wird sie nervös? Wird sie aggressiv? Lässt sie das Kleid hängen und flieht, aus purer Paranoia, dass ihr Mann sie bereits gefunden hat?
Indem ich ihr diesen Stein in den Weg lege, zwinge ich die Handlung vorwärts. Ich muss mir nicht mühsam überlegen, wie es weitergeht – die Reaktion der Figur auf das Hindernis ist die Weiterführung.
Warum wir sadistisch sein müssen
Es fühlt sich manchmal falsch an, gemein zu den Figuren zu sein, die wir gerade erst liebgewonnen haben. Aber es ist notwendig. Warum genau dieser Widerstand das Herzstück jeder guten Story ist und weshalb wir ohne ihn keine Spannung aufbauen können, habe ich ausführlich in meinem Artikel „Die Kunst des Konflikts“ beschrieben. Dort gehe ich tiefer darauf ein, wieso wir erst mitfiebern, wenn für die Figur wirklich etwas auf dem Spiel steht.
Hier in der Praxis heißt das für mich: Wenn die Inspiration stockt, dann meistens deshalb, weil ich es meiner Figur zu leicht mache.
Also, wenn du das nächste Mal Leute beobachtest, dir eine Hintergrundgeschichte ausmalst und dann vor dem leeren Blatt sitzt: Sei nicht nett. Sei der Stein im Schuh deiner Figur. Sie wird fluchen, sie wird stolpern – aber genau in diesem Moment wird sie lebendig.
150 Wörter aus einem Projekt, das ich hoffentlich irgendwann mal fertigstellen werde
150 Wörter sind nicht viel, aber genug um seit mittlerweile etlichen Jahren in einer staubigen Ecke meines Kopfes zu wohnen.
150 Wörter sind nicht viel, aber genug um seit mittlerweile etlichen Jahren in einer staubigen Ecke meines Kopfes zu wohnen.
Es geht um einen jungen Mann, der sich vor Einsamkeit zu langweiligen scheint - und vielleicht leidet er auch darunter.
Eines Abends, während einer stundenlangen Social media doomscrolling session, stößt er auf eine App, die im Verlauf der Geschichte Besitz über ihn und sein kleines Leben ergreifen wird.
Ich bin mir nicht sicher ob mir diese Idee bevor, oder nachdem ich von Replika AI gehört habe. Doch dieses Black Mirror mäßige Szenario schien mir direkt als erstes in den Kopf zu schiessen.
,,Ich hau dann ab!’’ ruft Jason seinem Freund und Kollegen Samir zu, während er sich die Schürze vom Leib zieht und in seinen Spind hängt.
,,Lauf nur, solange du noch kannst!’’ erwidert Samir gefolgt von einem lauten, herzhaften Lachen. Samir war ein großer, gut gebauter Mann mit wohlgenährtem Bauch. Auf den ersten Blick wirkt er sehr einschüchternd, sobald man ihm jedoch in seine großen braunen Bärenaugen sieht, wirkt er fast schon ein wenig zerbrechlich.
Es war Samstag Abend, der vollste Tag im Echo’s. Die beiden haben schon den ganzen Tag zusammen gearbeitet. Samir übernimmt noch die Abendschicht, da er und sein Mann auf eine eigene Wohnung sparen.
,,Ich bin doch schon längst weg!’’ Jason schließt die Hintertür der Küche und steigt auf sein Motorrad im Hinterhof des Diners.
Weshalb ich nicht jeden Tag schreibe
Jeden Tag zu schreiben ist ein Traum, den ich mir eines Tages erfüllen werde. Doch warum ich es aktuell nicht tue und an manchen Tagen dagegen kämpfe mich zu verurteilen, besprechen wir in diesem kurzen Eintrag.
Jeden Tag zu schreiben ist ein Traum, den ich mir eines Tages erfüllen werde. Doch warum ich es aktuell nicht tue und an manchen Tagen dagegen kämpfe mich zu verurteilen, besprechen wir in diesem kurzen Eintrag.
Schreiben ist nicht schreiben
Eine Zeit lang habe ich mich diszipliniert an meinen Schreibtisch gesetzt und versucht meine 500 Wörter zu schreiben. Das hatte ich mal in einem Blog-Artikel aufgeschnappt und es klang plausibel, dem nachzugehen.
Es waren nie auch nur annähernd 500 Wörter.
Meistens waren es 160 oder 2.400. Habe ich versagt? Nein. Gewiss nicht.
Doch in einer Hinsicht, habe ich schon versagt oder besser ausgedruckt, etwas verloren - und zwar die Lust am Schreiben.
Disziplin ist etwas tolles. Beim Sparen, beim Sport oder sich seinen Kommentar zu verkneifen wenn jemand auf der Arbeit etwas schrecklich Dummes sagt.
Doch bei der Kunst, so ist meine Erfahrung zumindest bisher, vergiftet Disziplin die Leidenschaft.
Disziplin oder Gewohnheit?
Möglicherweise muss man auch in der Disziplin unterscheiden.
Wenn ich mit militärischer Disziplin meiner Sport und meiner Ernährung nachgehe, dann werde ich meine Ziele mit ziemlicher Sicherheit erreichen. Diszipliniere ich mich in Konsum und emotionalem Verhalten, dann kann ich eine hohe Sparquote aufrecht erhalten und kann dafür größere Reisen und Investitionen tätigen.
Doch setze ich mich auf Biegen und Brechen vor die Tastatur und zwinge die Welt, die in mir schlummert dazu, sich schneller zu drehen, dann gerät sie aus den Fugen.
Entspannt bleiben - Weshalb ich nicht jeden Tag schreibe
Wie in der Liebe halte ich es nun auch mit dem Schreiben - kein Druck.
Es gibt keine Deadline. Nicht als Partner, und auch nicht als freier Autor. Natürlich ist es mein Traum, vom Schreiben zu leben, doch möchte ich mich von dieser Illusion, die nur sehr wenigen vergönnt ist darin zu Leben, nicht fehlleiten lassen.
Das Geld vom Schreiben zu trennen, ist ein Status, den eine JK Rowling oder ein Stephen King hat, da diese Menschen das Thema Geld verdienen hinter sich gelassen haben. Oder denen, die sich gar nicht erst in dieses wackelige Boot setzen und ihr Geld an der Börse vermehren, während sie die Sicherheit & Freiheit eines Berufs im Angestellten Verhältnis nutzen, um das volatile Leben eines Künstlers ausgleichen.
Hamsterrad oder Wäschetrockner - was wählst du?
Sagte er da gerade “Freiheit” & “Angestelltenverhältnis” in einem Satz?
Ohja! Seit es Social Media gibt werden wir dazu erzogen zu glauben, das sogenannte Hamsterrad sei die Hölle auf Erden - und für viele ist es das auch. Doch wir haben Feierabend. Wir haben Urlaub. Wir sind versichert und unser Leben um die Arbeit herum gehört uns und nicht unseren Kunden.
Ich kenne viele Selbstständige, die in Arbeit ersticken und dabei gar nicht so viel mehr Geld auszahlen als ich.
Natürlich ist mir überaus bewusst, was für eine Last eine Arbeit sein kann, die man ausschließlich für Nahrung & Miete verrichtet. Doch gibt es auch genug Menschen, die ihren Job gerne ausüben - und diese Perspektive sollte das Ziel sein. Gerade in der heutigen Zeit gibt es so viele Arbeitsmodelle, da bin ich überzeugt, dass da für die meisten das richtige dabei ist.

Warum also schreibe ich nicht jeden Tag?
Das Schreiben ist für mich eine der wenigen Freuden auf der Welt. Warum also sollte ich mir das durch eine weitere Verpflichtung im Leben kaputt machen? Statt eiserner, krampfhafter Disziplin, möchte ich lieber eine Gewohnheit daraus machen. Dann schreibe ich halt eine Woche mal nicht, weil das Leben eben passiert - na und? Dennoch notiere ich mir trotzdem mal eine tolle neue Idee, lese mal über meine Entwürfe rüber oder gehe durch die Tür und habe ein komplett neues Konzept im Kopf.
Ich definiere mich als Autor nicht durch den Akt des Schreibens selbst. Das Schreiben ist ein Werkzeug, mit dem man seine innere Welt eben nach außen bringt.
Aber wäre es jetzt nicht trotzdem besser, wenn man statt zur Arbeit seinen großen Traum mit Eifer verfolgt?
Genau hier liegt das Paradoxon, das mich befreit: Weil ich mich dem „Hamsterrad“ eines Angestelltenverhältnisses hingebe, muss mein Schreiben kein Geld verdienen. Es muss keine Miete zahlen und keinen Kühlschrank füllen.
Ich hatte diese Phase, in der ich Zeit ohne Ende hatte. Soll ich euch was verraten? Ich habe nicht 5 Bücher die Woche geschrieben.
Diese finanzielle Unabhängigkeit von meiner Kunst gibt mir den ultimativen Luxus: Ich darf schweigen. Ich muss mich nicht jeden Tag an die Tasten quälen, um Content zu produzieren oder Algorithmen zu füttern. Ich schreibe nicht, weil es 8:00 Uhr morgens ist, sondern weil der Gedanke reif ist.
Vielleicht schreibe ich also nicht jeden Tag. Aber wenn ich schreibe, dann nicht aus Zwang, sondern aus purer, unverfälschter Lust.
Und ist das nicht der eigentliche Traum?
Gier frisst Hirn ( Und Geld) - Warum die Gierigen verlieren und die Geduldigen reich werden
Inhalt
- Die Welt des schnellen Geldes
- Die Psychologie von Gier und warum sie dein schlimmster Feind ist
- Die vergessene Strategie: Ruhe & Konsistenz schlägt Hype
- Wie wir mit Geduld langfristig wohlhabend werden: Der leise Weg zum Wohlstand
Die Welt des schnellen Geldes
Wer leidenschaftlich die Welt rund um Finanzen & Börse verfolgt, der wird besonders in der heutigen Zeit im Stundentakt von Artikeln, Videos & Podcasts rund um den „Nächsten Tenbagger!“ Oder dem nächsten „Krypto-Coin, der deine gesamte Blutlinie reich machen wird!“ beschallt. Umgeben von diesem Lärm kann es schwierig sein, die eigene, ursprüngliche Handels-Strategie beizubehalten - ich selbst nehme mich da nicht nur aus, sondern hätte mich noch vor wenigen Monaten mit an vorderste Stelle eingereiht. Schämen sollten wir uns dafür nicht. Es ist vollkommen nachvollziehbar, dass wir stets auf der Suche nach dem Ticket in die finanzielle Freiheit sind und umgeben von Menschen die tagtäglich vermeintlich tausende von Dollars traden, wecken diese Neuigkeiten in uns das Bedürfnis, das unbedingt auch zu schaffen. Und in voller Euphorie abonnieren wir sämtliche Experten, nutzen Affiliate-Links für Free-Trades und geringe Gebühren und fahren vor unserem inneren Auge schon unseren Traumwagen auf die Hofeinfahrt unseres italienischen Anwesens.
Doch was passiert den meisten von uns? Wir verlieren Geld. Selbst wenn wir mal unser Glück hatten und richtig spekuliert haben, so spekulieren wir uns beim nächsten heißen Tipp direkt wieder ins Aus.
Aber warum?
Die Psychologie der Gier und warum sie dein schlimmster Feind ist
Versteht mich nicht falsch - es gibt sicherlich Menschen, die tatsächlich klüger zu sein scheinen, als der Markt und das Trading beherrschen wie ein Quarterback seine Pässe in der NFL wirft. Doch mal ehrlich - wie viele von uns spielen am Wochenende dann doch eher in der lokalen Hobby-Liga und werden eben nicht von Millionen Fans in den größten Arenen dieser Welt angefeuert? Diese Frage maße ich mir nicht an zu beantworten, doch die Antwort darauf macht keinen Unterschied, denn die Wahrscheinlichkeit, dass wir der Durchschnitt sind, ist eben ziemlich hoch.
Damit möchte ich nicht sagen, dass man es nicht versuchen sollte. Schau dir Trading-Tutorials an, nimm dir am besten auch mal ein gutes Buch dazu, nimm dir ein bisschen Geld von deinem Depot und teste dein Können. So hab ich es auch gemacht und direkt 144% bei einem 3er Hebel gemacht. Wahnsinn, oder? Nun ja. Das Geld war auch fast genauso schnell wieder weg, sodass ich mich immerhin trotzdem mit bestimmt 10-15% nach vorne bewegt hab. Gut für mich. Doch hat sich das wirklich gelohnt? Ich hatte noch gar nicht erwähnt, dass ich jeden Tag Stunden vor Charts und Neuigkeiten verbracht habe. Ich konnte mich schwer auf meine Arbeit konzentrieren und auch bei meinem wohlverdienten Feierabend mit meiner wundervollen Partnerin hing ich dann auch nochmal heimlich vor den Charts - denn ich könnte ja was verpassen.
Sogenannte FOMO-Käufe sind für viele Menschen ein großes Problem und finden meist im Höhepunkt eines Hypes statt. Dann nämlich, wenn die klugen Menschen ihr Geld schon verdient haben. Statt also einer Strategie zu folgen, geben wir uns in der Realität einer blinden Hoffnung hin, die uns auf lange Sicht ärmer macht.
Wir gehen also hohe Risiken ein, haben dabei oft nicht einmal ein stabiles Risikomanagement und gleichen dabei eher dem betrunkenen, euphorischen Typen auf dem Festival, der sich in die raufende Meute stürmt, statt der rationale Stratege zu sein, der cool und gelassen am Seitenrand sein Geld zählt.
Aber es ist noch nicht zu spät das Bier beiseite zu stellen und mit klarem Kopf die Show zu genießen.
Die vergessene Strategie: Ruhe & Konsistenz schlägt den Hype
Im Laufe meiner Karriere als Kleinanleger ist auch meine Partnerin auf den Geschmack des Investierens gekommen und da ich an dieser Stelle mit dem Hasen und dem Igel starten wollte, erspare ich uns das und erzähle lieber aus meinem Leben.
Meine Partnerin ist im Gegensatz zu mir von Grund auf schon einmal der vernünftige Part. Sie wusste schon immer den Wert von Geld zu schätzen und war sich auch keines verachteten Blickes müde, wenn ich mal wieder mit der nächsten tollen Anschaffung glänzte und genauso schnell wieder das Interesse daran verlor. Dennoch scheint meine recht trottelige Art irgendetwas in ihr bewegt zu haben, mich auch mal zu fragen, wie das so mit dem Investieren läuft. Als guter Partner richtete ich ihr natürlich begeistert eine Krypto-Wallet ein und gab ihr ein paar Quellen an die Hand, mit denen sie sich eigenes Wissen aufbauen konnte. Schon dort rümpfte sie ihre Stirn bei so manchen gehypten Clickbait-Experten und vertraute eher auf rationale, gelassene Experten. Sie informierte sich also, kaufte ein paar Coins und ließ sie einfach liegen.
Genauso war es dann später mit den Aktien auch: Depot eingerichtet. ETF rausgesucht. Sparplan aufgesetzt. Fertig.
Während ich mich ständig durch meinen X-Feed wälzte wie mein Hund sabbernd seiner Frisbee hinterherläuft, schaute sich meine Partnerin ihre Lieblings-Serien an oder ging ihren Hobbies nach.
Ich kann an dieser Stelle keine Zahlen nennen, doch kann ich mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass sie mit ihrer verdammt langweiligen Art über die Jahre mehr Rendite gemacht hat als ich.
Doch warum? Ich hatte teilweise echt wahnsinnig gute Trades. Okay, ein paar Nieten waren auch dabei und…Kennt ihr eigentlich die Geschichte von dem Hasen und dem Igel?
Wahrscheinlich liegt es einfach daran, dass auch ich nicht klüger bin, als der Markt. Ich bin mir sogar ziemlich sicher, dass das so ist.
Also habe ich mich ab irgendeinem Punkt einfach mal auf ‘den Stein gesetzt’ und meine bisherigen Erfahrungen analysiert.
Was war mir überhaupt wichtig? Warum musste es unbedingt ‘jetzt’ der schnelle Reichtum sein? Wenn ich ein teueres Auto fahren will, kann ich mir auch einfach einen Nebenjob suchen und eins leasen.
Eigentlich war es mir also egal, ob ich jetzt zwei Nullen mehr auf meinem Depot hatte oder nicht. Ich mag mein Leben. Ich reise oft genug um nicht vollständig im grauen Deutschland abzudrehen. Ich habe meine Hobbies und auch mein Job ist erträglicher als viele, die ich davor gemacht habe.
Da wurde ich irgendwie entspannter. Also wie wäre es, wenn der Weg das Ziel ist und ich mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit nicht nur früher, sondern auch wesentlich entspannter in die finanzielle Unabhängigkeit gleiten konnte?
Ich änderte also meine Taktik davon „Der nächste große Trader werden“ zu einem konservativeren, disziplinierteren Ansatz. Ich suche mir ausgewählte Assets aus, konzentriere mich darauf mehr Einkommen aufzubauen und investiere das Geld, das ich mehr habe, dann einfach in diese Assets.
Klare Regeln. Weniger Stress.
Wie wir mit Geduld langfristig wohlhabend werden: Der leise Weg zum Wohlstand
„Overnight-Success takes about 10 years“ oder so ähnlich war eine Phrase, die sich eine Zeit lang wie die neuste Saft-Diät durch die Podcasts verbreitet hat. Und auch, wenn sich diese Persönlichkeitsentwicklungs-Bubble zu einer großen Echo-Kammer entwickelt hat, so ist zumindest an diesem Beispiel etwas dran.
Ob wir eine neue Fähigkeit lernen, eine neue Karriere anstreben oder unser verdammtes Geld in ein Depot hauen, statt es für den 6. neuen Fernseher auszugeben - Erfolg braucht Zeit - und Strategie. Es ist leider einfach keine Strategie, irgendeinem vermeintlich oder wirklich reichem Influencer hinterherzulaufen wie ein Entenbaby seiner Mutter. Hört auch diese Leute an, hört euch auch andere Perspektiven an und besorgt euch am besten noch ein recht neutrales Buch über das Thema Geld, um euch die Basics anzueignen. Dann setzt euch auf euren eigenen, ganz persönlichen Denk-Stein und entscheidet euch für eine Strategie.
Ich selbst habe mich jetzt einfach dafür entschieden 50% meiner Sparrate in einen ETF zu stecken. 25% fließen in Bitcoin und weitere 25% landen in meiner Cash-Reserve um ein wenig Pfeile im Köcher zu haben, wenn sich mal Chancen für Einzelaktien bieten.
Sollt ihr das jetzt auch machen? Nein. Hört nicht auf mich. Ich bin selbst erst ein paar Jahre dabei und teile hier einfach nur meine Erfahrungen, weil ich Spaß am Schreiben und dem Thema Geld & Börse habe.
An dieser Stelle und der Form halber: Dieser Artikel ist keine Finanzberatung. Er dient nur informativen und unterhaltenden Zwecken. Investieren und Trading bergen Risiken, bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals. Jede finanzielle Entscheidung sollte mit einem Experten besprochen werden.
Cool. Dann konnte ich das auch mal machen.
Weiter im Text.
Wir haben nun also mitgenommen, dass es keine Strategie ist, irgendwelchen Hypes und vermeintlichen Overnight-Millionären hinterherzulaufen. Die Welt hat schon immer nach dem schnellen Geld geschrien, aber die meisten, wirklich reichen Menschen sind dort wo sie sind, weil sie mit Ruhe und Strategie einen langen, harten Weg gegangen sind. Sie haben verzichtet, sich in Disziplin geübt und haben mit dieser auf dem Weg gewonnenen Erfahrung mit der Zeit eine ganz eigene Strategie entwickelt, mit der sie erfolgreich geworden sind. Für manche mag das Trading sein. Für andere das Unternehmertum. Und andere haben sehr frugal gelebt und finden die finanzielle Freiheit in einem bescheidenen Leben mit viel Zeit und erfreuen sich mit Erfahrungen und Hobbies statt wildem Konsum.
Aber die Frage, welchen dieser Wege wir davon einschlagen wollen und können, die müssen wir uns selbst beantworten.
Und auch, wenn ich jetzt all diese weisen Zeilen niedergescheieben habe, erwische ich mich trotzdem noch bei dem ein oder anderen Ausrutscher. Doch wer eine klare Strategie verfolgt, der kann es sich auch leisten mal ein bisschen Rock'n'Roll zu spielen. Doch dann sollten wir uns es nicht schön reden. Gambling ist meiner Meinung nach in einem gewissen Rahmen völlig legitim und wer sich das leisten kann ohne sich im eigenen persönlichen Sumpf zu verlieren, der kann auch Meme-Coins traden der auf Pennystocks spekulieren. Vielleicht fliegt man dann aber doch lieber nach Las Vegas und lässt es zumindest so richtig mit Stil krachen. Hey, ich habe letztens während ich auf dem Laufband war 500$ mit dem Trump-Coin gemacht. War das ein richtiger Trade? Nein. Es war einfach ein Gamble.
Also zum Schluss noch einmal Kurz & Knapp:
1. Gier macht blind und führt oft zu Verlusten.
2. Geduld, Konsistenz & Strategie schlagen den Hype.
3. Setz dir eine klare Strategie und halte daran fest.
4. Gambling ist okay – aber nenn es beim Namen.
Die Kunst des Konflikts: Warum Figuren in Geschichten kämpfen müssen, um Spannung aufzubauen
Wäre es nicht schön, wenn das Leben eine Einbahnstraße wäre? Wir haben einen Traum, setzen uns ein Ziel und gehen einfach geradeaus darauf zu!Was im echten Leben für viele unter uns wunderbar scheinen mag, wäre bei einer Geschichte die wir lesen, anschauen oder hören wohl ein absoluter Albtraum – denn uns wäre dabei sehr wahrscheinlich zum Sterben langweilig.
Wäre es nicht schön, wenn das Leben eine Einbahnstraße wäre? Wir haben einen Traum, setzen uns ein Ziel und gehen einfach geradeaus darauf zu!
Was im echten Leben für viele unter uns wunderbar scheinen mag, wäre bei einer Geschichte die wir lesen, anschauen oder hören wohl ein absoluter Albtraum – denn uns wäre dabei sehr wahrscheinlich zum Sterben langweilig.
Genau dies ist der Grund, aus dem eine Figur in einer Geschichte immer kämpfen sollte. Für Action-Liebhaber im buchstäblichen Sinne, aber auch darüber hinaus macht ein Kampf – ganz gleich ob es ein innerer oder ein äußerer Konflikt ist – eine Handlung erst so richtig spannend. Das kann ganz alltäglich der Vater, welcher mit allen Mitteln um das Sorgerecht für seine Tochter kämpft oder auch ganz spektakulär die Kriegerin in einer epischen Schlacht um das Königreich sein.
Diese Kämpfe werden spannend, wenn wir uns mit der Figur identifizieren können oder sie uns zumindest wichtig ist. Dafür muss sie nicht einmal zwingend gut sein. Auch in bösen Figuren erkennen wir Teile von uns wieder oder bauen Verbindungen zu ihnen auf, wenn wir beispielsweise ihren Leidensweg kennen oder sie uns in anderer Weise nahe stehen.
Haben wir unsere Figur dann kennengelernt, dann geschieht etwas in ihrem Leben, das sie zum Handeln zwingen wird. Ein ereignisreicher Moment, der das Leben völlig auf den Kopf stellt. Vielleicht zögert die Figur anfangs oder läuft davon, aber letztendlich muss sie sich diesem Problem stellen. Jetzt sind wir im besten Fall auf der Seite der Figur. Wir wollen, dass sie gewinnt! Damit wir als Autoren das Ganze noch etwas schärfen, bauen wir ein großes Risiko ein. Dieses Risiko kann gar nicht (und das meine ich genau so wie ich es schreibe) groß genug sein. Je weiter wir die Fallhöhe ausbauen, desto höher ist der Spannungsbogen.
Je weiter wir die Fallhöhe ausbauen, desto höher ist der Spannungsbogen.
Damit wir also eine spannende Figur und dessen Geschichte interessant erzählen können, gehen wir einmal genauer durch diese drei Punkte:
• Die Empathie
• Der Kampf
• Das Risiko

Die Empathie
Damit wir jemanden mögen hilft es oft, dass wir uns mit dieser Person identifizieren können. Das funktioniert oft über sehr grundlegende Gefühle wie Freude, Angst, Hass oder immer ganz präsent: der Liebe. Die Liebe ist nicht immer zwingend bloß das romantische Miteinander. Sie steckt genau genommen überall. Aus der Liebe heraus ist der Mensch zu eigentlich allem fähig. Damit wir eine Figur anfangen zu lieben, muss sie also nicht direkt gut oder heldenhaft sein. Wir sind auch in der Lage den Schurken zu lieben, wenn wir lange genug Zeit mit ihm verbringen. Sieht man nur das Äußere, dann urteilen wir schnell, besonders dann, wenn die Figur so gar nicht zu unseren eigenen Werten passt. Lernen wir die Figur dann aber genauer kennen, verbringen Zeit mit ihr und ändern im besten Fall sogar unsere Meinung über sie, weil wir die Beweggründe zumindest nachempfinden können, dann hat sie uns in den meisten Fällen für sich gewonnen.
In meiner Schulzeit gab es einen Jungen, der dafür bekannt war ständig Blödsinn zu machen. Er hat sich oft geprügelt, Schuleigentum beschädigt und ist auch im Unterricht nicht allzu knapp negativ aufgefallen. Nicht viele mochten ihn – eigentlich niemand. Nicht einmal das Lehrpersonal bemühte sich um ihn. Als ich dann im Laufe der Zeit durch Zufall erfahren habe, aus was für einem Elternhaus er stammt, tat er mir leid. Zwar fand ich sein Handeln nach wie vor nicht sonderlich edel und ich hatte auch noch immer Angst vor ihm, aber ich konnte schon als Teenager reflektieren, dass es ihm wohl nicht allzu gut zu gehen scheint. Wenn ich jetzt daran denke, dann wollte er wohl einfach nur wahrgenommen werden. Vielleicht hätte es ihm geholfen, wenn zumindest die Schule ein schöner Ort für ihn gewesen wäre.
Was ich mit diesem Beispiel sagen möchte ist, dass je vielschichtiger eine Figur wird, desto nahbarer wird sie für uns. Das führt in den meisten Fällen dazu, dass sie uns wichtig wird. Wäre der Junge aus dem Beispiel eine Hauptfigur unserer Geschichte, dann könnten wir einen alten Hausmeister einbauen, der ihn nach und nach unter seine Fittiche nimmt. Da er jedoch selbst viele Kämpfe im Leben auszutragen hat, kann er nicht die Zeit aufbringen, den Jungen eventuell sogar bei sich aufzunehmen. Wir als Zuschauer wünschen es uns aber so sehr, weil wir wissen, dass unser kleiner Freund nur eine Bezugsperson braucht, die ihn wertschätzt und leitet. Deshalb bleiben wir dran. Das innere Bedürfnis des Jungen geliebt zu werden, ist plötzlich auch unser Bedürfnis geliebt zu werden geworden.

Der Kampf
Kommen wir nun zum Kern des Ganzen: der Kampf. Der Kampf – oder – der Konflikt, den die Figur über die Geschichte hinweg durchlebt, ist maßgeblich für eine spannende Erzählung, denn er sorgt für Spannung, Leidenschaft und Spaß! Ja, auch Spaß. Denn ein Kampf, so heroisch dieses Wort auch klingen mag, muss nicht zwingend dramatisch oder kriegerisch sein. Jede gut geschrieben Figur hat ihren eigenen Kampf, banal oder spektakulär. Auch in einer Feel-Good-Komdie gibt es Kämpfe und Konflikte.
Damit so ein Konflikt entsteht, brauchen wir eine Gewisse Reibung. Diese setzt sich zusammen aus einem Ziel und einem Hindernis.
Das Ziel sollte immer so gesetzt sein, dass es der Figur so wichtig wie nur möglich ist. Das kann ein großes Ziel über die gesamte Erzählung hinweg sein, begleitet durch kleinere Zwischenziele im Laufe der Handlung. Damit dieses Ziel zu einer spannenden Geschichte wird, benötigen wir einen möglichst starken Widerstand, der diese gewisse Reibung erzeugt: das Hindernis.
Dieses Hindernis darf so groß sein wie ein Elefant in einem Hamsterkäfig. Je mehr Reibung, desto mehr Spannung. Der Hausmeister möchte den Jungen bei sich einziehen lassen. Legen wir ihm alles Mögliche an Steinen in den Weg! Jugendamt, die Eltern, sein geringes Einkommen, seine Frau, die Schulleitung. Je schwieriger das Hindernis und je wichtiger das Ziel, desto interessanter der Konflikt!
Denken wir doch einfach an all die Filme und Bücher, bei denen wir es kaum ausgehalten haben diese weiter zu verfolgen. Genau solche Momente werden durch genau diese Konflikte erzeugt. Wäre alles belanglos, dann greifen wir wieder zum Smartphone und spielen Candy Crush, während wir uns von irgendetwas berieseln lassen.
Das Risiko
Ich denke uns allen ist die Floskel ,,No risk, no fun‘‘ geläufig. Auch in Bezug für gute Geschichten finden diese Worte ihren Platz. Deshalb empfinde ich den Satz ,,No risk, no story.‘‘ als noch sehr viel treffender für unser Vorhaben. Denn gute Geschichten beinhalten immer ein gewisses Risiko. Schlägt man den Begriff ,,Risiko‘‘ einmal schnell nach, dann finden wir dort das Wort ,,Sicherheit‘‘. In einem Risiko wird die Sicherheit einem übergeordneten Ziel hinten angestellt. Das kann einem oft ganz schöne Angst machen. Nicht nur im eigenen Alltag, sondern auch bei einem Film oder einem Buch.
Jetzt verfolgen wir unsere Figur also eine Weile durch unsere Geschichte, haben sie lieb gewonnen und befinden uns in einem Konflikt. Ab einem Gewissen Punkt muss die Figur neben all den Problemen im besten Fall (für unseren Spannungsbogen) eine schwerwiegende Entscheidung treffen. Auch dort bestimmt die Fallhöhe die Spannung. Da unsere Figur natürlich gewinnen möchte, entscheidet sie sich selbstverständlich für die in der Handlung spannendere Problembewältigung. Schießen oder nicht schießen? Springen oder nicht springen? Spreche ich meinen Schwarm an oder bleibe ich stumm? Sollte ich meinen Vater konfrontieren oder lieber weiter meine Gefühle unterdrücken?
All diese Dinge lösen bei uns im echten Leben ziemlich starkes Herzklopfen aus. Wieso also sollte dies für eine gut inszenierte Geschichte nicht gelten?
Okay, jetzt haben wir ein wenig besprochen, weshalb es so wichtig ist, dass sich unsere Figuren in Konflikte stürzen um eine Geschichte mit Leben zu füllen. Das Schöne an diesen Punkten ist, dass man anhand dieser Tipps eine noch so banale Handlung interessant und spannend gestalten kann. Für mich persönlich ist das Setting bei einem guten Film beispielweise völlig egal, solange das Geschehen interessant ist. Ein gutes Beispiel dafür ist der Film ,,No Turning Back‘‘ mit Tom Hardy in der Hauprolle! Den ganzen Film über sehen wir den Darsteller in seinem Auto telefonieren. Langweilig, oder? Falsch! Dieser Film hat mich so enorm gefesselt, dass ihn wirklich jedem weiterempfehlen kann. Der Kampf, den diese Figur austrägt, ist so unfassbar gut gelungen, dass einem bei der Vorstellung selbst in dieser Situation zu sein richtig anders zumute wird.
Also, das war es dann für diesen Teil von mir. Danke, dass Du meinen ersten Blog-Eintrag bis hierhin gelesen hast! Sollte er dir gefallen haben, dann teile ihn doch gerne und/oder sende mir ein Feedback, falls du noch Kommentare und Anregungen hast.
Viel Spaß beim Schreiben!
Phil
Erfolgreiches Storytelling: 3 bewährte Strategien zur Steigerung der Erzählspannung
Erfolgreiches Storytelling erfordert mehr als nur eine gute Idee – es geht um die Kunst der Dramaturgie! In unserem Artikel entdecken Sie drei bewährte Strategien, um die Erzählspannung zu steigern und Ihre Geschichten fesselnder zu gestalten. Erfahren Sie, wie Gegensätze, die Unwissenheit Ihrer Figuren und überraschende Wendungen das Publikum in den Bann ziehen können. Ob Sie ein Drehbuch schreiben oder einen Roman verfassen, diese Tipps helfen Ihnen, Ihre Erzählungen auf das nächste Level zu heben. Lassen Sie sich inspirieren und bringen Sie frischen Wind in Ihre Geschichten!
In den folgenden Zeilen gehen wir einmal durch, wie wir unsere Dramaturgie spannender gestalten und somit eine interessantere Geschichte erzählen können.
Falls der Begriff Dramaturgie einigen unter uns nicht direkt geläufig ist, hier eine kurzer Einstieg:
Was ist Dramaturgie überhaupt?
Unter dem Begriff Dramaturgie versteht man die dramatische Struktur einer Erzählung. Das bedeutet, dass hier die Auswahl erzählerischer Mittel sowie deren Anordnung stattfindet.
Einfacher ausgedrückt: Die Dramaturgie ist der rote Faden dem die Geschichte folgt.
Dieser rote Faden ist deshalb so wichtig, weil hinter dem Aufbau eines Filmes, Theaterstück oder einem Roman mehr Arbeit steckt als so mancher auf den ersten Blick vermuten mag.
Bei einer geschlossenen Dramaturgie zum Beispiel, gibt es einen festen Rahmen, in dem die Geschichte stattfindet. Bei einem Drehbuch bedienen sich viele Autoren deshalb klassisch der 3-Akt-Struktur: Einleitung, Hauptteil, Schluss. Wer in der Schule war und Aufsätze geschrieben hat, dem wird dieser Ablauf sicherlich geläufig sein. Wenn nicht, dann sehe ich den Bildungsauftrag hiermit als erfüllt.
Wer nicht ganz so geschlossen arbeiten möchte, der bedient sich der offenen Dramaturgie. Hier besteht, wer hätte es gedacht, kein fester Rahmen. Das ist gar nicht mal so verkehrt, denn diese Vorgehensweise ermöglicht uns zum Beispiel das Erzählen von mehreren, parallel ablaufenden Handlungssträngen. Da dem Zuschauer dabei die Geschichte oft nicht auf dem Silbertablett serviert wird, regt dieser Ansatz zum Nachdenken an und fordert das Publikum dazu auf, aktiv am Geschehen teil zu haben, was durchaus interessant sein kann.
Jetzt wo wir wissen, was es mit dem Begriff der Dramaturgie auf sich hat, kommen wir zum nächsten Abschnitt und dem Kern dieses Artikels.
Wie baue ich eine gute Dramaturgie auf?
Wir wissen jetzt also, wie unser Fahrzeug heisst und wie es grob funktioniert. Nun müssen wir noch lernen wie man es fährt.
Los geht’s!
Die Gegensätze
Als wäre es schon fast ein Naturgesetz, sind wir Menschen fasziniert von Gegensätzen. Genauso wie im letzten Artikel bei Ziel und Hindernis unserer Figur besprochen, erzeugen starke Gegensätze auch in der Handlung großartige Geschichten.
Ganz klassisch und überaus prominent ist hier selbstverständlich der Kampf von Gut gegen Böse. Da wir Menschen ohnehin schon Meister darin sind, unsere Welt in Gut und Böse zu unterteilen: Warum sollten wir dann nicht auch Gebrauch davon machen, diese beiden Gegenpole in einer Geschichte gegeneinander antreten zu lassen: Mittelerde gegen Sauron, die Jedi gegen die Sith, Mr Krabs gegen Plankton oder Rick gegen Negan.
Gegensätze können jedoch auch vielschichtiger sein. Ein gutes Beispiel dafür ist meiner Meinung nach die preisgekrönte Serie Breaking Bad. Alles beginnt damit, dass Walter White gegen den Krebs ankämpft. Um diesen Kampf zu “gewinnen“, möchte er dafür sorgen, dass seine Familie nach seinem Tod finanziell gut versorgt ist. Da er Chemiker ist und sich dementsprechend auch unter gegebenen Umständen mit dem Thema Drogen vertraut machen kann, beschließt er genau diese herzustellen und zu verkaufen. Ein weiterer, großer Gegensatz, da seine Person eher einem introvertierten Chemie-Lehrer im Ned Flanders-Look entspricht. Ups.
Dann entwickelt sich ein Gegensatz nach dem anderen, bis er am Ende sogar gegen sich selbst ankämpft. Für uns bedeutet das also auch, dass wir diese wertvollen Gegensätze also auch an unsere Hauptfigur knüpfen können. Vielleicht hilft dir dabei auch einer meiner letzten Artikel: DIE KUNST DES KONFLIKTS: WARUM FIGUREN IN GESCHICHTEN KÄMPFEN MÜSSEN, UM SPANNUNG AUFZUBAUEN.
Die Unwissenheit unserer Figur
Wer sich selbst oft dabei erwischt, seine Couchgenossen oder Kinonachbarn mit einem ,,Nein! Mach das nicht!“ zu beschallen, der wird diesen Punkt hassen – oder lieben.
Einer jedenfalls, liebt diese Unwissenheit so sehr, dass er gleich einen Begriff dafür definiert hat. Dieser Jemand ist niemand geringerer als Alfred Hitchcock – der Erfinder des MacGuffins.
Da dieser Begriff so prägend für viele Filmschaffende ist, lassen wir Mr Hitchcock doch einfach mal kurz selbst sprechen:
,,Nehmen wir an, da ist eine Bombe unter diesem Tisch zwischen uns. Nichts passiert. Und dann plötzlich: „Bumm!“ Es gibt eine Explosion. Das Kinopublikum ist überrascht. Bis da hat es eine gewöhnliche Szene gesehen, die keine besondere Bedeutung hat. Nun nutzen wir die Dramaturgie: Wir erfinden eine spannende Situation. Sprengstoff liegt unter dem Tisch. Der Zuschauer hat die Person gesehen, die den Sprengkörper dort hingelegt hat. Er ist sich bewusst, dass die Bombe um zwölf Uhr explodiert. Darum steht eine Uhr im Dekor. Jeder sieht, es ist Viertel vor zwölf. So wird das gleiche, harmlose Gespräch vor der Explosion eine Qual, weil der Kinobesucher emotional in die Szene eintaucht. Er will die Figuren warnen: „Rede nicht über so triviale Dinge. Da ist eine Höllenmaschine unter dem Tisch. Sie ist dabei, zu explodieren!“
Ich spreche davon, dass es extrem spannend ist, wenn wir als Publikum eine Art Wissensvorsprung gegenüber unserer geliebten Figur haben. Das kann zum Beispiel eine Situation sein, in der unsere Figur ein Gebäude betritt, von dem wir ganz genau wissen, dass es überaus gefährlich für sie ist. Das Problem: Wir können die Figur nicht davon abhalten hineinzugehen.
Dieses Gefühl löst bei den besonders hilfsbereiten unter uns enormen Stress aus. Der Vorteil: Genau das suchen wir doch, wenn wir uns dafür entscheiden einen spannenden Film zu sehen oder einen Thriller zu lesen.
Unwissenheit funktioniert auch deshalb so gut, weil wir uns bei einer gut geschriebenen Figur leicht in sie hineinversetzen können. Ganz einfach formuliert wissen wir also was uns passieren wird, können uns jedoch nicht dagegen wehren.
Die Überraschung
Überraschungen. Die einen hassen sie, die anderen lieben sie. Je nachdem wie man Liebe und Hass auslegt, scheint dieser Tipp in jedem Fall ziemlich beliebt zu sein.
Besonders gut funktionieren Überraschungsmomente natürlich in Horrorfilmen. Der Teufel, der nach ein paar Schuss-Gegenschuss Einstellungen plötzlich hinter einem der Protagonisten auftaucht oder die Hand, welche plötzlich unter dem Bett hervorspringt. Kennen wir alle.
Diese Überraschungen können auch sehr viel subtiler stattfinden und müssen nicht uns nicht zwingend aufschrecken lassen. Was fast schon unnötig klingt zu erwähnen, jedoch viel zu effektiv ist, um es wegzulassen, sind eben genau diese plötzliche Anrufe mit der Information, welche die Handlung komplett verändert. Aber auch die Person, die eigentlich tot scheint, dann aber unerwartet im richtigen Moment auftaucht.
Das waren sie, die 3 Tipps, welche unsere Erzählungen zu einer interessanteren Geschichte formen. Sehr wahrscheinlich waren diese drei Punkte kein verborgenes Wissen, welches nach jahrelangem Verschluss plötzlich zum Vorschein kommt. Das muss auch gar nicht so sein, denn oft ist es gar nicht nötig das Rad neu zu erfinden. Es kann aber hilfreich sein, sich diese scheinbar offensichtlichen Punkte noch einmal vor Augen zu führen, um das Rad besser zu fahren.
Viel Spaß beim Schreiben!
Phil
Ein neues Kapitel
Hello zusammen,
wenige Monate ist es her, dass ich von mir hören lassen hab. Ich war ein wenig im Zwiespalt ob diese ganze Blog-Sache wirklich sein muss - heute aber fühle ich es (schmunzelnd).
Vor etwa 4 Tagen bekam ich die Mail von der Schauspielschule. Im Anhang der Stundenplan und dass es in 6 Wochen losgeht!

Wow - 6 Wochen noch. Ich habe etwa ein Dreivierteljahr auf diesen Tag gewartet und bald ist er da. Sehr schön!
Jetzt steigt die mit Vorfreude geladene Nervosität schon ein wenig.
Ich erinnere mich gut an die Zeit in Los Angeles in der ich zum ersten Mal Schauspiel Unterricht genommen habe und puh - war ich nervös. Natürlich hoffe ich mich da etwas gebessert zu haben, aber selbst wenn - ein wenig Nervosität gehört immer dazu, wenn man neue Dinge wagt.

In diesem Zuge wäre es interessant zu wissen, ob oder was du/ihr als Leser denn vielleicht von der Ausbildung zum Filmschauspieler wissen wollt. Wenn ihr Fragen habt oder eventuell sogar Wünsche nach einem ausführlichen Artikel dann schreibt mir doch einfach eine Mail in meinem Kontakt-Formular oder kontaktiert mich mit einer DM auf Instagram (@philbeckr).
Das war’s erst einmal wieder von mir. Bis bald,
Phil
Willkommen 2.0
Nach etwa 2 Jahren habe ich mich dazu entschieden diese Seite wiederzubeleben. Ein hauptsächlicher Grund dafür ist die Tatsache, dass ich neben den sozialen Medien die uns wohl allen bekannt sind über eine eigene Plattform verfügen möchte, auf der ich sowohl Gestaltung als auch meine „eigenen Regeln“ haben möchte. Das gibt mir das Gefühl von Freiheit und ich muss mich nicht vor einem Algorithmus fürchten oder ein Layout akzeptieren was mir eventuell nicht passt.
Aber neben diesen Luxusproblemen gibt es mir auch die hervorragende Möglichkeit, all mein Schaffen & Handeln zu kanalisieren - ohne mein „Grid“ zu versauen oder keine „klare Linie“ zu verfolgen, sodass ein Algorithmus mir möglicherweise ein wenig Reichweite nimmt, mich sortiert oder anderweitig kontrolliert.
Deshalb genieße ich es einen Ort im Internet zu haben, den ich als „meinen Platz“ bezeichnen kann - in dem ich tun und lassen kann was ich möchte.
Zudem ist es auch eine effizientere Möglichkeit sein Portfolio zur Schau zu stellen. Woran ich momentan täglich arbeite.
Was dich auf dieser Seite also erwartet wären also folgende 3 Säulen:
⁃ Fotografie und Videos
⁃ Schauspiel
⁃ Schreiben
Fotografie und Videos
Seit ich das erste mal eine Kamera in der Hand hatte - das war ungefähr vor 10 Jahren, es war ein Camcorder des Herstellers JVC und ich hatte ihn gekauft um mich und meine Freunde beim Blödsinn treiben zu filmen - habe ich meine Begeisterung dafür entdeckt das Leben einzufangen und in Szene zu setzen.
Genauso erging es mir dann ein paar Jahre später, als ich mit der Spiegelreflexkamera meines Vaters im Zoo umhergelaufen bin um die dortigen Tiere und Menschen zu fotografieren.
Als ich mich aber dazu entschloss in die Fitnessbranche zu gehen, habe ich dieses Handwerk nicht weiter verfolgt und kam erst Jahre später wieder mit einer Kamera in Berührung, als ich nach gefühlt 100 verschiedenen Versuchen ,,mein Ding“ zu finden wieder danach griff.
Ich fotografierte alles mögliche und später auch die Band meiner Freunde. Ich begleitete sie auf Auftritten und dadurch kam ich mit Frank in Kontakt. Frank veranstaltet seit ein paar Jahren Festivals und er mochte meine Arbeit. Er war auch der erste der mich dafür bezahlte. Ich war überwältigt, dass ich für das was ich erst zum Spaß machte Geld bekam. Auch wenn dies natürlich irgendwo auch meine Intuition war - ich gehöre definitiv zu den Personen dessen Selbstvertrauen mit den Erfolgen reift.

Also fuhr ich fort mit dem was ich tat und freue mich bis heute darüber mit Menschen zusammen zu arbeiten. Ein Riesen Bonus ist dazu auch noch mein Bruder Ron, welcher ebenfalls Fotografiert und sich als Grafikdesigner stetig weiterentwickelt. Das sorgt zusätzlich noch einmal für Spaß und ein kreatives Umfeld.





Schauspiel
Auch wenn ich bei dem Anblick heute im Boden versinken würde, habe ich schon als Kind gerne Auftritte für meine Familie vorgeführt, in der Schule gerne Superheld oder Agent gespielt und hing neben meinen Abenteuern draußen auch viel vor dem Fernseher. Ich fand es cool in andere Rollen zu schlüpfen, das „echte Leben“ zu verschönern und bewunderte die Menschen die dies taten. Bis heute haben sie für mich etwas ganz besonderes an sich. Wie andere ihre Lieblingssportler, Sänger oder Unternehmer zum Vorbild haben, sind es bei mir die Schauspieler. Ihre Art wie sie auf Veranstaltungen sprechen, ihr Leben das sie führen und den harten Weg den viele von ihnen gegangen sind um dorthin zu kommen, wo wir alle sie jetzt sehen können - das hat für mich schon fast etwas göttliches.
Und auch wenn dieser Traum schon immer irgendwo tief hinten in mir versteckt war, so habe ich lange damit gewartet. Es war nichtmal die Tatsache, dass es mir ausgeredet oder verboten wurde - meine Familie hat mich immer tun und machen lassen was ich für richtig hielt. Dafür bin ich ihnen bis Heute ewig dankbar. Es war viel mehr die Tatsache, dass ich es mir nicht ansatzweise hätte vorstellen können überhaupt einen Schritt auf diesen Pfad zu setzen. Wer bin ich schon, dass ich zu sowas im Stande wäre?

Also vergingen etwa 2 Jahrzehnte bis ich über meinen bis heute besten Freund Jan auf eine Akademie stieß, auf der ich lernte wie man Filme macht. ,,Wenn ich schon kein Schauspieler werde, dann werde ich jetzt Filme machen.“
Nach ein paar lustigen, auch ernüchternden Jahren an der Akademie und kleiner als erträumten Jobs als Freiberufler fasste ich den Entschluss das mit dem Schauspiel nicht komplett sein zu lassen. Und kurze Zeit darauf wirkte ich als Kleindarsteller in einem Pilotprojekt mit. Nach etwa 12 Stunden an einem Filmset an dem ich als Tonassistenz half, rief Jan mich an und meinte, dass ihnen am Set noch ein Darsteller fehlen würde. ,,Komm schon Phil! Du hast doch Bock! Jetzt komm her das wird geil man!“



Da meine Müdigkeit mein Urteilsvermögen und auch meine Angst „es zu verbocken“ allem Anschein nach irgendwie außer Kraft setzte, war ich in wenigen Kilometern am Set. Ich wurde gebrieft und der Spaß ging los.
Wir haben etwa 13 Takes gebraucht, da wir eine lange Choreografie mit gefühlt 30 Leuten durchführten und jedes Mal, wenn es hieß, ,,Wir drehen noch einmal!“ war es wie Musik in meinen Ohren und ich habe mich darüber gefreut, dass mein kleiner Auftritt noch nicht vorbei war.
So hatte ich Blut geleckt.
Also flog ich ein halbes Jahr später mit Jan nach Los Angeles und lernte in der Stadt, in der sich unsere Träume hoffentlich eines Tages erfüllen sollen das amerikanische Filmschauspiel. Es war überwältigend und wir konnten den nächsten Unterricht gar nicht mehr abwarten! Diese ganzen Techniken, der Flair der Stadt und die Abenteuer die uns die USA zu bieten hatte - das..DAS war es! Ich wollte nie wieder zurück in mein altes Leben.







Doch als ich dann in Deutschland wieder ankam war all das irgendwie weg - also brauchte ich noch ein weiteres Jahr der Orientierung. Jan war angenommen worden an der Internationalen Akademie für Filmschauspiel (kurz: IAF). Ich hatte ihn Monate zuvor beim Casting begleitet. Meine Freundin und ich begannen irgendwann darüber zu sprechen und ich war neidisch - ich war so verdammt neidisch. Nicht, weil ich es ihm nicht gegönnt hatte - auf keinen Fall. Es war viel mehr der Schmerz, dass ich das alles auch vielleicht hätte haben können - ich hatte nur wie immer viel zu viel Schiss.
Auf einer Zugfahrt nach Berlin, die meine Freundin Franzi und mich zum Flugzeug nach Spanien fuhr, da überkam mich ein Gefühl, das andere wohl als Erleuchtung bezeichnen würden. Als Franzi an meiner Schulter lag und ich so aus dem Fenster sah, da wurde ich traurig. Ich war so verdammt traurig. Ich verbrachte mein Leben gefühlt immer mehr in Gedanken als in meinem Handeln und das machte mich in dem Moment einfach nur traurig. Geld war oft ein Thema dabei. Ich wusste, dass ich etwas kreatives machen will, investiere tausende von Euros und Stunden darin, einen Beruf zu finden der mir schnelles Geld und Erfüllung bringen würde - doch natürlich immer vergeblich. Das machte mich wütend. Also ging ich tief in mich, streichelte den Arm meiner Freundin und dachte mir ,,Was würdest du tun, wenn du im Lotto gewinnen würdest? Oder einen Koffer voll Geld, der dir all die Ängste ein Leben in Unfreiheit nehmen würde? Was würdest du mit den restlichen, vielleicht noch 60 oder gar 70 Jahren deines Lebens anfangen?“. Das war doppelt so viel Zeit wie ich schon gelebt hatte. Also sagte ich mir, ich mache von jetzt an nur noch das worauf ICH Lust habe. Was ich fühle. Womit ich identifiziert werden will.


Nur wie brachte ich das meiner Freundin bei? Meiner Familie? Mir stand ein Studium bevor in dessen Aufnahmeprüfungen ich mich so reingekniet hatte. Ich würde also wieder alle enttäuschen.
Doch irgendwann platzte es aus mir raus.
Ich sprach wenige Wochen später eine lange Autofahrt lang mit meiner Freundin über das Thema und sie unterstütze mich dabei vollkommen. Das gab mir halt. Also guckte ich wenige Zeit später nach den Castings der IAF und: exakt 7 Tage später gab es eins. ,,KOMM SCHON MAN! Jetzt kneifst du nicht! Wenn du dich da jetzt nicht anmeldest dann tust du es niemals!“ Mein Herz schlug wie verrückt. Mein Handy war nass von meinen schwitzigen Händen und ich bombardierte Franzi, Jan sowie meinen Bruder Ron mit Sprachnachrichten. Rechtfertigte mich. Jammerte. Überlegte - dann rechtfertigte ich mich wieder.
Beim Training im Fitnessstudio, wenige Stunden später, wo die Hormone natürlich auch am Limit waren und der Kopf ausgeschaltet, dachte ich ,,Fuck it.“ - und meldete mich an.
Also suchte ich mit kurzerhand eine Szene aus meinem Lieblingsfilm ,,Fight Club'' heraus und übte sie jeden Tag. Unter der Dusche, auf dem Klo in der Schule, beim Sport auf dem Laufband, im Auto und zuhause wenn ich allein war.

Dann ging es nach Köln. Casting - Time!
Ich spielte meine Szene mit solch einer Selbstsicherheit als wäre ich Tyler Durden selbst. Als ich fertig war ging das Gefühl in eine komplett andere Richtung und ich war kurz davor zu fragen ob ich es noch einmal wiederholen dürfe. Doch dann stellte Sven, der Schulleiter, auch schon einen Stuhl in den Raum, bat Jan (er begleitete mich als Spielpartner) sich darauf zu setzen und wir führten noch zwei Impro Übungen durch.

Am 19. November war es dann soweit. Ich war gerade auf dem Weg zu einem Auftrag als plötzlich meine Apple Watch vibrierte - ich hatte es geschafft. Ich wurde angenommen! Tränen liefen mir über mein Gesicht ich habe so laut geschrien wie ich nur konnte!
Seit dem Tag freue ich mich darauf diese Ausbildung, die ich mir so sehr erträumt habe anzutreten.
Und da kommen wir auch noch zu einem Punkt, der das nächste Thema einleitet.
Schreiben
Schreiben hat mir schon immer irgendwie Spaß bereitet. Ich tat es nie wirklich bewusst gerne. Eher dann wenn ich es eh tun musste. War ich dann jedoch erst einmal dabei, dann hat es richtig Spaß gemacht.
So war Deutsch dann neben Englisch, Politik und Sport mein Lieblingsfach geworden und ich war auch echt gut darin. Diktate, Aufsätze - die Klausuren und Tests waren eher Spaß als Herausforderung und die Noten gaben mir Bestätigung. Aber genug mit der Prahlerei.
Als dann die ersten Praktika begannen, wollte ich unbedingt zur Zeitung. Dort wurde ich als Praktikant auch sofort angenommen und ich hatte zwei unfassbar lehrreiche und spaßige Wochen . Auch wenn ich nur 2 Tage davon in der Redaktion schreiben konnte. Davon gibt es sogar noch mein Tagebuch - vielleicht veröffentliche ich das ja mal.
Auch wenn das Schreiben an sich vielleicht nicht unbedingt meine große Passion ist - wie das Schauspiel oder die Fotografie - wird es auf jeden Fall ein großer Bestandteil meines Lebens werden. Ob ich jetzt einfach aus Spaß diese Blog-Einträge führe oder Drehbücher, Kurzgeschichten und andere Dinge schreibe.

Nun gut - jetzt sollte jedem, der das hier bis zum Ende gelesen hat ungefähr wissen worum sich mein Leben und damit auch diese Online-Präsenz dreht. Dieser Artikel ist auch ein wenig umfangreicher geworden als erwartet - fast schon biografisch. Das ist ja aber der Spaß dabei und ich hoffe ich konnte für ein wenig Unterhaltung sorgen.
Ich freue mich natürlich über jeden, der sich für meine Dinge interessiert. Vielleicht arbeiten wir ja auch mal zusammen.
Für diesen Beitrag war es das erst einmal von meiner Seite.
Mit besten Grüßen
Phil
#12 Burgers in L.A. - No meat? No problem!
You like burgers as much as I do and do not want a dead animal between your buns? Then I have here 3 burgers for you, you should absolutely try (not just as a vegetarian), if you are in LA and surroundings! Important: This depends on vegetarian nutrition, not vegan. I think with just adjustments there are vegan options, too.(not ranked, that would take too much time)1. The Mushroom Burger at Bubbagump/IG @officialbubbagumpThis burger should be your meal when you're in Santa Monica and your friends do not want to miss shrimps. Bubba Gump stands out in my opinion not only with excellent food out but also with a great service which not only the great employees are meant, but also the cool ordering system. (It may be that this already exists more often, but I come from Germany, there is usually everything as it is haha)You have two signs: One should Forrest run and another should Forrest stop and serve you. I was just impressed. No stupid arm-waving more and no unnecessary wait because it works great!
Now the burger: The burger is served with fries, a dill pickle and includes the mushroom patty, cheese, vegetables and a delicious sauce. The patty is as the name already said mainly from mushrooms and beans. Unfortunately, like the other two burgers, I can not give any exact ingredients or information, so I do not even assume it. :)2. The Counter Burger - or in my own words ,, The Hulk” /IG @thecounterburgerThe Counter Burger let your stomach explode if you want. This store serves you with a burger kit - at least a building block form. As soon as you have been led to your table by a nice waitress you will get an ordinary menu and the just mentioned building block form (see picture B...btw: I’m on IG, too @philbeckr ).
There you can choose everything - from the patty to the special ingredient! What I meant by "hulk" is the fact that you can choose between three burger sizes. Small, Medium and Large.I like to eat a lot and of course I decided to go for Large and damn - this thing is large! Maybe not in its scope, but I've never had to fight like that with a burger and that means something, if you understand what I mean.
3. The Buffalo Wings Veggie Option /IG @bwwings As with the name of the restaurant not immediately to be expected there are also vegetarian options (no vegan) at Buffalo Wild Wings.There is a veggie patty which consists of mushrooms and black beans and I can say again: It just tastes great!Which is pretty cool: every burger in the menu can be served with this patty. It should be noted that other options may include natural bacon or other animal products.
I can assure you that with all three burgers your tastes come! Enjoy it! :-)
#11 The Las Vegas story
Last weekend we were in Las Vegas and it's really a crazy city. Something is always happening and there is always something to look at.We started on Friday evening, had a cool stop at Link Hops where we ate something and then drove on.
At about 5 am we finally arrived in Vegas and searched for hotels. For most of the check in was only at noon, so we had to look for something. We stopped at the Paris Hotel, which looked very good and matched the cost. However, this also had the check in so late that we finally booked at the Westin Hotel. There we could go directly to our room and sleep.The room was a bit cramped for 3 people, but it was enough for sleeping and showering. After a few hours sleep, there was first a coffee from the in-house Starbucks and then it went on the Strip. Vegas is something completely different by day, if you've seen it at night before. Otherwise it's probably just like that. Literally a difference of day and night.
My friend and classmate Azael knows all about Vegas, that's why he first showed me the area and it's really awesome. Especially the Caesars Palace Hotel is just amazing!It's almost like a small underground city that totally forgets that this is a hotel. The shops are totally interesting and also very expensive. But that's just Vegas, as money is not allowed to play haha.
In between, we drove to the outlets, where I actually wanted to buy shoes. Instead, I came back with a jacket, a t-shirt and a stupid pineapple shirt. No shoes.
When it was finally evening the Vegas fun could really start! We changed and we started!On the way to a restaurant we were approached by a pretty girl who tried as a promoter. She was the most dreadful promoter I ever met - really.That was probably why her over motivated colleague came to us: His name was Steve.Steve is one of those people who would sell their own handbag to an old woman. He has an enormous charisma and knows exactly what he has to say to convince someone. He also said he was a promoter and would help us make the right decision. Very much blah blah blah and compliments. I was very skeptical and did not feel good. In the end, I put aside my skepticism and thought maybe he's just an ambitious salesman. Finally, and after consultation with my friends, we bought 2 VIP wristbands for a hip club in Vegas for $ 150. A third we got for free.What kept pounding my head on the way to the club was the question, "How can his employers understand that he has sold us these wristbands so he gets his commission?"There was no code or something like that."Whatever ." I thought and finally arrived at the club my reservations had been confirmed: The wristbands were fake. So we ran back immediately and tried to grab the idiot but without success. When we accepted the situation we went to eat something and had a funny evening.The security forces told us, "Never buy anything on the street when you're in Vegas." And I took this tip to heart haha. So people, learn from our experience. :-)
Next day we drove to Arizona! But that is another post!Good night!
#10 First week
Sorry that I have not heard from me for so long, so much action and trips and too lazy for writing, but I’ll make up for it.The first days were typical days to settle in and explore the area. Where do I have to go? Where is the school? Where can I shop? And most importantly, where is the gym?!We first looked at the metro connections and then after the long journey first decided to drive directly to the Expo Line to Santa Monica, because I simply love this place and wanted to see it again. There were of course many crazy people, great weather, good food and a lot of things to photograph! As already mentioned in one of my last entries: Anyone who has the opportunity to go to Santa Monica (and also Venice) ... Do it! You will love it.
I can truly say that we live in a good location here, even though it was a bit scary at first to be located in South Central. It is on the edge and 2 blocks from the USC. We are fast in the metro in Hollywood, Downtown LA and Santa Monica.
So ... I hope you're happy to hear from me and the next article will not take you long to wait like this one, haha
#09 Finally arrived in L.A. !!!
Okay guys! We’re in L.A.! We had a nice flight with great films and games. Jan and me played a lot of poker and battleships. When we arrived we went to 7 eleven and ordered a Uber car. At first without success: The driver canceled the ride, because we weren’t at the right place although we was at the pickup location. The big misunderstanding was: We were down below and the driver was on the parking lot above us. Fail haha
So then the second driver picked us up and brought us to our apartment.
It‘s pretty cool and got all we need for staying here. The only thing we were scared about was: We live in South Central, but it’s close to the university and the neighbors are nice. I think/hope it’s safe hahaSee you soon!
#8 First stop: London
We start our trip at Hannover Airport and fly to London where we have to wait a few hours for our final flight to LAX Airport.
The security check in London was a bit funny because the employee spoke quiet as well so that I had a big struggle with understanding her........but it worked and now we’re here. :-DAfter that we had a delicious breakfast at a restaurant named “The Curator” in London Heathrow Airport and walk around to get our feet tired for the big USA - flight. :-)
I’m pretty excited for the movies in the airplane and hope you’re good,stay tuned!Phil
#7 Packing the suitcase
Tonight we finally start our 2 month acting-trip to L.A. . At this time I sit in the gym and do my last workout in germany, because the next time I‘ll train at ,,L.A. Fitness“ in Los Angeles haha. Can’t wait!
Today I will pack the last things into my suitcase (started packing at weekend) and check off some To Do‘s so that I can leave home relaxed.Then I will go into the city, need a new power bank, presentation map for headshots, some cosmetics ( hygiene towels!!!! Open toilets!!!! ) and a security bag for my shower gel and hair oil. Nobody like it if the whole suitcase is oily and wet!
Okay...let’s chill the last night with friends and we see us later in L.A. ;-)Don’t forget to follow me on social media for more content!!!! IG: @philbeckrTwitter: @p_beckr
#6 The Etruscan Smile
,,The Etruscan Smile“ directed by Oded Binnun and Mihal Brezis, was an intensive and emotional movie.It’s sooo close to life and after a few minutes you don’t feel like you sit in the seat of a cinema - no. You feel like you’re inside the movie and live together with these characters.
This drama it’s funny, sad and serious. It makes you thinking about your life: Yourself as a person, the family and most of all the little things. The little things which are making your life full and better and how often you don’t see them - or forget them.I don’t want to explain the content of this movie. It’s great as well, but today I just wanted to explain my impressions on.In this Movie I saw me, my dad, my grandpa and myself a bit. Strange family-relations with unspoken feelings and thoughts.I cried 2 times and that was okay, because it heals wounds like this in your heart.And it improves your acting skills a bit :-)Do you think people should cry in cinema if they can’t hold it back? And why/why not?Write in the comments! :-)PS: Wrote this with half eye open....corrections are incoming :-)
#5 Video-shoot last weekend
Hey together,last weekend we had a nice music video-shoot. It was very good and we had a lot of fun!We started at Saturday morning 09:00 am with checking the location and building the prop (camp, fire, pick up, some other stuff ). Then we started filming and it was pretty cool - blessedly the weather was our friend. ☀️
At the blue sea we had problems with that location because there was too many people ( sun, sea, weekend... haha), but the crowd was cool and they changed their place so that we can continuing our shoot. Thanks at this point to the great people.
We shoot until 11:00 pm and then we went to our hotel where we took a shower and fell asleep to load our battery for the next day.
—Sunday morning -After breakfast and some chilltime we go back to the set, watched the footage and after that we decided that we don’t need any more stuff. So we filmed the whole video in one day. :-)
Now we’re in post-production and excited for the result!5 days out to L.A. ...