150 Wörter aus einem Projekt, das ich hoffentlich irgendwann mal fertigstellen werde
150 Wörter sind nicht viel, aber genug um seit mittlerweile etlichen Jahren in einer staubigen Ecke meines Kopfes zu wohnen.
150 Wörter sind nicht viel, aber genug um seit mittlerweile etlichen Jahren in einer staubigen Ecke meines Kopfes zu wohnen.
Es geht um einen jungen Mann, der sich vor Einsamkeit zu langweiligen scheint - und vielleicht leidet er auch darunter.
Eines Abends, während einer stundenlangen Social media doomscrolling session, stößt er auf eine App, die im Verlauf der Geschichte Besitz über ihn und sein kleines Leben ergreifen wird.
Ich bin mir nicht sicher ob mir diese Idee bevor, oder nachdem ich von Replika AI gehört habe. Doch dieses Black Mirror mäßige Szenario schien mir direkt als erstes in den Kopf zu schiessen.
,,Ich hau dann ab!’’ ruft Jason seinem Freund und Kollegen Samir zu, während er sich die Schürze vom Leib zieht und in seinen Spind hängt.
,,Lauf nur, solange du noch kannst!’’ erwidert Samir gefolgt von einem lauten, herzhaften Lachen. Samir war ein großer, gut gebauter Mann mit wohlgenährtem Bauch. Auf den ersten Blick wirkt er sehr einschüchternd, sobald man ihm jedoch in seine großen braunen Bärenaugen sieht, wirkt er fast schon ein wenig zerbrechlich.
Es war Samstag Abend, der vollste Tag im Echo’s. Die beiden haben schon den ganzen Tag zusammen gearbeitet. Samir übernimmt noch die Abendschicht, da er und sein Mann auf eine eigene Wohnung sparen.
,,Ich bin doch schon längst weg!’’ Jason schließt die Hintertür der Küche und steigt auf sein Motorrad im Hinterhof des Diners.
Weshalb ich nicht jeden Tag schreibe
Jeden Tag zu schreiben ist ein Traum, den ich mir eines Tages erfüllen werde. Doch warum ich es aktuell nicht tue und an manchen Tagen dagegen kämpfe mich zu verurteilen, besprechen wir in diesem kurzen Eintrag.
Jeden Tag zu schreiben ist ein Traum, den ich mir eines Tages erfüllen werde. Doch warum ich es aktuell nicht tue und an manchen Tagen dagegen kämpfe mich zu verurteilen, besprechen wir in diesem kurzen Eintrag.
Schreiben ist nicht schreiben
Eine Zeit lang habe ich mich diszipliniert an meinen Schreibtisch gesetzt und versucht meine 500 Wörter zu schreiben. Das hatte ich mal in einem Blog-Artikel aufgeschnappt und es klang plausibel, dem nachzugehen.
Es waren nie auch nur annähernd 500 Wörter.
Meistens waren es 160 oder 2.400. Habe ich versagt? Nein. Gewiss nicht.
Doch in einer Hinsicht, habe ich schon versagt oder besser ausgedruckt, etwas verloren - und zwar die Lust am Schreiben.
Disziplin ist etwas tolles. Beim Sparen, beim Sport oder sich seinen Kommentar zu verkneifen wenn jemand auf der Arbeit etwas schrecklich Dummes sagt.
Doch bei der Kunst, so ist meine Erfahrung zumindest bisher, vergiftet Disziplin die Leidenschaft.
Disziplin oder Gewohnheit?
Möglicherweise muss man auch in der Disziplin unterscheiden.
Wenn ich mit militärischer Disziplin meiner Sport und meiner Ernährung nachgehe, dann werde ich meine Ziele mit ziemlicher Sicherheit erreichen. Diszipliniere ich mich in Konsum und emotionalem Verhalten, dann kann ich eine hohe Sparquote aufrecht erhalten und kann dafür größere Reisen und Investitionen tätigen.
Doch setze ich mich auf Biegen und Brechen vor die Tastatur und zwinge die Welt, die in mir schlummert dazu, sich schneller zu drehen, dann gerät sie aus den Fugen.
Entspannt bleiben - Weshalb ich nicht jeden Tag schreibe
Wie in der Liebe halte ich es nun auch mit dem Schreiben - kein Druck.
Es gibt keine Deadline. Nicht als Partner, und auch nicht als freier Autor. Natürlich ist es mein Traum, vom Schreiben zu leben, doch möchte ich mich von dieser Illusion, die nur sehr wenigen vergönnt ist darin zu Leben, nicht fehlleiten lassen.
Das Geld vom Schreiben zu trennen, ist ein Status, den eine JK Rowling oder ein Stephen King hat, da diese Menschen das Thema Geld verdienen hinter sich gelassen haben. Oder denen, die sich gar nicht erst in dieses wackelige Boot setzen und ihr Geld an der Börse vermehren, während sie die Sicherheit & Freiheit eines Berufs im Angestellten Verhältnis nutzen, um das volatile Leben eines Künstlers ausgleichen.
Hamsterrad oder Wäschetrockner - was wählst du?
Sagte er da gerade “Freiheit” & “Angestelltenverhältnis” in einem Satz?
Ohja! Seit es Social Media gibt werden wir dazu erzogen zu glauben, das sogenannte Hamsterrad sei die Hölle auf Erden - und für viele ist es das auch. Doch wir haben Feierabend. Wir haben Urlaub. Wir sind versichert und unser Leben um die Arbeit herum gehört uns und nicht unseren Kunden.
Ich kenne viele Selbstständige, die in Arbeit ersticken und dabei gar nicht so viel mehr Geld auszahlen als ich.
Natürlich ist mir überaus bewusst, was für eine Last eine Arbeit sein kann, die man ausschließlich für Nahrung & Miete verrichtet. Doch gibt es auch genug Menschen, die ihren Job gerne ausüben - und diese Perspektive sollte das Ziel sein. Gerade in der heutigen Zeit gibt es so viele Arbeitsmodelle, da bin ich überzeugt, dass da für die meisten das richtige dabei ist.

Warum also schreibe ich nicht jeden Tag?
Das Schreiben ist für mich eine der wenigen Freuden auf der Welt. Warum also sollte ich mir das durch eine weitere Verpflichtung im Leben kaputt machen? Statt eiserner, krampfhafter Disziplin, möchte ich lieber eine Gewohnheit daraus machen. Dann schreibe ich halt eine Woche mal nicht, weil das Leben eben passiert - na und? Dennoch notiere ich mir trotzdem mal eine tolle neue Idee, lese mal über meine Entwürfe rüber oder gehe durch die Tür und habe ein komplett neues Konzept im Kopf.
Ich definiere mich als Autor nicht durch den Akt des Schreibens selbst. Das Schreiben ist ein Werkzeug, mit dem man seine innere Welt eben nach außen bringt.
Aber wäre es jetzt nicht trotzdem besser, wenn man statt zur Arbeit seinen großen Traum mit Eifer verfolgt?
Genau hier liegt das Paradoxon, das mich befreit: Weil ich mich dem „Hamsterrad“ eines Angestelltenverhältnisses hingebe, muss mein Schreiben kein Geld verdienen. Es muss keine Miete zahlen und keinen Kühlschrank füllen.
Ich hatte diese Phase, in der ich Zeit ohne Ende hatte. Soll ich euch was verraten? Ich habe nicht 5 Bücher die Woche geschrieben.
Diese finanzielle Unabhängigkeit von meiner Kunst gibt mir den ultimativen Luxus: Ich darf schweigen. Ich muss mich nicht jeden Tag an die Tasten quälen, um Content zu produzieren oder Algorithmen zu füttern. Ich schreibe nicht, weil es 8:00 Uhr morgens ist, sondern weil der Gedanke reif ist.
Vielleicht schreibe ich also nicht jeden Tag. Aber wenn ich schreibe, dann nicht aus Zwang, sondern aus purer, unverfälschter Lust.
Und ist das nicht der eigentliche Traum?
Gier frisst Hirn ( Und Geld) - Warum die Gierigen verlieren und die Geduldigen reich werden
Inhalt
- Die Welt des schnellen Geldes
- Die Psychologie von Gier und warum sie dein schlimmster Feind ist
- Die vergessene Strategie: Ruhe & Konsistenz schlägt Hype
- Wie wir mit Geduld langfristig wohlhabend werden: Der leise Weg zum Wohlstand
Die Welt des schnellen Geldes
Wer leidenschaftlich die Welt rund um Finanzen & Börse verfolgt, der wird besonders in der heutigen Zeit im Stundentakt von Artikeln, Videos & Podcasts rund um den „Nächsten Tenbagger!“ Oder dem nächsten „Krypto-Coin, der deine gesamte Blutlinie reich machen wird!“ beschallt. Umgeben von diesem Lärm kann es schwierig sein, die eigene, ursprüngliche Handels-Strategie beizubehalten - ich selbst nehme mich da nicht nur aus, sondern hätte mich noch vor wenigen Monaten mit an vorderste Stelle eingereiht. Schämen sollten wir uns dafür nicht. Es ist vollkommen nachvollziehbar, dass wir stets auf der Suche nach dem Ticket in die finanzielle Freiheit sind und umgeben von Menschen die tagtäglich vermeintlich tausende von Dollars traden, wecken diese Neuigkeiten in uns das Bedürfnis, das unbedingt auch zu schaffen. Und in voller Euphorie abonnieren wir sämtliche Experten, nutzen Affiliate-Links für Free-Trades und geringe Gebühren und fahren vor unserem inneren Auge schon unseren Traumwagen auf die Hofeinfahrt unseres italienischen Anwesens.
Doch was passiert den meisten von uns? Wir verlieren Geld. Selbst wenn wir mal unser Glück hatten und richtig spekuliert haben, so spekulieren wir uns beim nächsten heißen Tipp direkt wieder ins Aus.
Aber warum?
Die Psychologie der Gier und warum sie dein schlimmster Feind ist
Versteht mich nicht falsch - es gibt sicherlich Menschen, die tatsächlich klüger zu sein scheinen, als der Markt und das Trading beherrschen wie ein Quarterback seine Pässe in der NFL wirft. Doch mal ehrlich - wie viele von uns spielen am Wochenende dann doch eher in der lokalen Hobby-Liga und werden eben nicht von Millionen Fans in den größten Arenen dieser Welt angefeuert? Diese Frage maße ich mir nicht an zu beantworten, doch die Antwort darauf macht keinen Unterschied, denn die Wahrscheinlichkeit, dass wir der Durchschnitt sind, ist eben ziemlich hoch.
Damit möchte ich nicht sagen, dass man es nicht versuchen sollte. Schau dir Trading-Tutorials an, nimm dir am besten auch mal ein gutes Buch dazu, nimm dir ein bisschen Geld von deinem Depot und teste dein Können. So hab ich es auch gemacht und direkt 144% bei einem 3er Hebel gemacht. Wahnsinn, oder? Nun ja. Das Geld war auch fast genauso schnell wieder weg, sodass ich mich immerhin trotzdem mit bestimmt 10-15% nach vorne bewegt hab. Gut für mich. Doch hat sich das wirklich gelohnt? Ich hatte noch gar nicht erwähnt, dass ich jeden Tag Stunden vor Charts und Neuigkeiten verbracht habe. Ich konnte mich schwer auf meine Arbeit konzentrieren und auch bei meinem wohlverdienten Feierabend mit meiner wundervollen Partnerin hing ich dann auch nochmal heimlich vor den Charts - denn ich könnte ja was verpassen.
Sogenannte FOMO-Käufe sind für viele Menschen ein großes Problem und finden meist im Höhepunkt eines Hypes statt. Dann nämlich, wenn die klugen Menschen ihr Geld schon verdient haben. Statt also einer Strategie zu folgen, geben wir uns in der Realität einer blinden Hoffnung hin, die uns auf lange Sicht ärmer macht.
Wir gehen also hohe Risiken ein, haben dabei oft nicht einmal ein stabiles Risikomanagement und gleichen dabei eher dem betrunkenen, euphorischen Typen auf dem Festival, der sich in die raufende Meute stürmt, statt der rationale Stratege zu sein, der cool und gelassen am Seitenrand sein Geld zählt.
Aber es ist noch nicht zu spät das Bier beiseite zu stellen und mit klarem Kopf die Show zu genießen.
Die vergessene Strategie: Ruhe & Konsistenz schlägt den Hype
Im Laufe meiner Karriere als Kleinanleger ist auch meine Partnerin auf den Geschmack des Investierens gekommen und da ich an dieser Stelle mit dem Hasen und dem Igel starten wollte, erspare ich uns das und erzähle lieber aus meinem Leben.
Meine Partnerin ist im Gegensatz zu mir von Grund auf schon einmal der vernünftige Part. Sie wusste schon immer den Wert von Geld zu schätzen und war sich auch keines verachteten Blickes müde, wenn ich mal wieder mit der nächsten tollen Anschaffung glänzte und genauso schnell wieder das Interesse daran verlor. Dennoch scheint meine recht trottelige Art irgendetwas in ihr bewegt zu haben, mich auch mal zu fragen, wie das so mit dem Investieren läuft. Als guter Partner richtete ich ihr natürlich begeistert eine Krypto-Wallet ein und gab ihr ein paar Quellen an die Hand, mit denen sie sich eigenes Wissen aufbauen konnte. Schon dort rümpfte sie ihre Stirn bei so manchen gehypten Clickbait-Experten und vertraute eher auf rationale, gelassene Experten. Sie informierte sich also, kaufte ein paar Coins und ließ sie einfach liegen.
Genauso war es dann später mit den Aktien auch: Depot eingerichtet. ETF rausgesucht. Sparplan aufgesetzt. Fertig.
Während ich mich ständig durch meinen X-Feed wälzte wie mein Hund sabbernd seiner Frisbee hinterherläuft, schaute sich meine Partnerin ihre Lieblings-Serien an oder ging ihren Hobbies nach.
Ich kann an dieser Stelle keine Zahlen nennen, doch kann ich mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass sie mit ihrer verdammt langweiligen Art über die Jahre mehr Rendite gemacht hat als ich.
Doch warum? Ich hatte teilweise echt wahnsinnig gute Trades. Okay, ein paar Nieten waren auch dabei und…Kennt ihr eigentlich die Geschichte von dem Hasen und dem Igel?
Wahrscheinlich liegt es einfach daran, dass auch ich nicht klüger bin, als der Markt. Ich bin mir sogar ziemlich sicher, dass das so ist.
Also habe ich mich ab irgendeinem Punkt einfach mal auf ‘den Stein gesetzt’ und meine bisherigen Erfahrungen analysiert.
Was war mir überhaupt wichtig? Warum musste es unbedingt ‘jetzt’ der schnelle Reichtum sein? Wenn ich ein teueres Auto fahren will, kann ich mir auch einfach einen Nebenjob suchen und eins leasen.
Eigentlich war es mir also egal, ob ich jetzt zwei Nullen mehr auf meinem Depot hatte oder nicht. Ich mag mein Leben. Ich reise oft genug um nicht vollständig im grauen Deutschland abzudrehen. Ich habe meine Hobbies und auch mein Job ist erträglicher als viele, die ich davor gemacht habe.
Da wurde ich irgendwie entspannter. Also wie wäre es, wenn der Weg das Ziel ist und ich mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit nicht nur früher, sondern auch wesentlich entspannter in die finanzielle Unabhängigkeit gleiten konnte?
Ich änderte also meine Taktik davon „Der nächste große Trader werden“ zu einem konservativeren, disziplinierteren Ansatz. Ich suche mir ausgewählte Assets aus, konzentriere mich darauf mehr Einkommen aufzubauen und investiere das Geld, das ich mehr habe, dann einfach in diese Assets.
Klare Regeln. Weniger Stress.
Wie wir mit Geduld langfristig wohlhabend werden: Der leise Weg zum Wohlstand
„Overnight-Success takes about 10 years“ oder so ähnlich war eine Phrase, die sich eine Zeit lang wie die neuste Saft-Diät durch die Podcasts verbreitet hat. Und auch, wenn sich diese Persönlichkeitsentwicklungs-Bubble zu einer großen Echo-Kammer entwickelt hat, so ist zumindest an diesem Beispiel etwas dran.
Ob wir eine neue Fähigkeit lernen, eine neue Karriere anstreben oder unser verdammtes Geld in ein Depot hauen, statt es für den 6. neuen Fernseher auszugeben - Erfolg braucht Zeit - und Strategie. Es ist leider einfach keine Strategie, irgendeinem vermeintlich oder wirklich reichem Influencer hinterherzulaufen wie ein Entenbaby seiner Mutter. Hört auch diese Leute an, hört euch auch andere Perspektiven an und besorgt euch am besten noch ein recht neutrales Buch über das Thema Geld, um euch die Basics anzueignen. Dann setzt euch auf euren eigenen, ganz persönlichen Denk-Stein und entscheidet euch für eine Strategie.
Ich selbst habe mich jetzt einfach dafür entschieden 50% meiner Sparrate in einen ETF zu stecken. 25% fließen in Bitcoin und weitere 25% landen in meiner Cash-Reserve um ein wenig Pfeile im Köcher zu haben, wenn sich mal Chancen für Einzelaktien bieten.
Sollt ihr das jetzt auch machen? Nein. Hört nicht auf mich. Ich bin selbst erst ein paar Jahre dabei und teile hier einfach nur meine Erfahrungen, weil ich Spaß am Schreiben und dem Thema Geld & Börse habe.
An dieser Stelle und der Form halber: Dieser Artikel ist keine Finanzberatung. Er dient nur informativen und unterhaltenden Zwecken. Investieren und Trading bergen Risiken, bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals. Jede finanzielle Entscheidung sollte mit einem Experten besprochen werden.
Cool. Dann konnte ich das auch mal machen.
Weiter im Text.
Wir haben nun also mitgenommen, dass es keine Strategie ist, irgendwelchen Hypes und vermeintlichen Overnight-Millionären hinterherzulaufen. Die Welt hat schon immer nach dem schnellen Geld geschrien, aber die meisten, wirklich reichen Menschen sind dort wo sie sind, weil sie mit Ruhe und Strategie einen langen, harten Weg gegangen sind. Sie haben verzichtet, sich in Disziplin geübt und haben mit dieser auf dem Weg gewonnenen Erfahrung mit der Zeit eine ganz eigene Strategie entwickelt, mit der sie erfolgreich geworden sind. Für manche mag das Trading sein. Für andere das Unternehmertum. Und andere haben sehr frugal gelebt und finden die finanzielle Freiheit in einem bescheidenen Leben mit viel Zeit und erfreuen sich mit Erfahrungen und Hobbies statt wildem Konsum.
Aber die Frage, welchen dieser Wege wir davon einschlagen wollen und können, die müssen wir uns selbst beantworten.
Und auch, wenn ich jetzt all diese weisen Zeilen niedergescheieben habe, erwische ich mich trotzdem noch bei dem ein oder anderen Ausrutscher. Doch wer eine klare Strategie verfolgt, der kann es sich auch leisten mal ein bisschen Rock'n'Roll zu spielen. Doch dann sollten wir uns es nicht schön reden. Gambling ist meiner Meinung nach in einem gewissen Rahmen völlig legitim und wer sich das leisten kann ohne sich im eigenen persönlichen Sumpf zu verlieren, der kann auch Meme-Coins traden der auf Pennystocks spekulieren. Vielleicht fliegt man dann aber doch lieber nach Las Vegas und lässt es zumindest so richtig mit Stil krachen. Hey, ich habe letztens während ich auf dem Laufband war 500$ mit dem Trump-Coin gemacht. War das ein richtiger Trade? Nein. Es war einfach ein Gamble.
Also zum Schluss noch einmal Kurz & Knapp:
1. Gier macht blind und führt oft zu Verlusten.
2. Geduld, Konsistenz & Strategie schlagen den Hype.
3. Setz dir eine klare Strategie und halte daran fest.
4. Gambling ist okay – aber nenn es beim Namen.
Die Kunst des Konflikts: Warum Figuren in Geschichten kämpfen müssen, um Spannung aufzubauen
Wäre es nicht schön, wenn das Leben eine Einbahnstraße wäre? Wir haben einen Traum, setzen uns ein Ziel und gehen einfach geradeaus darauf zu!Was im echten Leben für viele unter uns wunderbar scheinen mag, wäre bei einer Geschichte die wir lesen, anschauen oder hören wohl ein absoluter Albtraum – denn uns wäre dabei sehr wahrscheinlich zum Sterben langweilig.
Wäre es nicht schön, wenn das Leben eine Einbahnstraße wäre? Wir haben einen Traum, setzen uns ein Ziel und gehen einfach geradeaus darauf zu!
Was im echten Leben für viele unter uns wunderbar scheinen mag, wäre bei einer Geschichte die wir lesen, anschauen oder hören wohl ein absoluter Albtraum – denn uns wäre dabei sehr wahrscheinlich zum Sterben langweilig.
Genau dies ist der Grund, aus dem eine Figur in einer Geschichte immer kämpfen sollte. Für Action-Liebhaber im buchstäblichen Sinne, aber auch darüber hinaus macht ein Kampf – ganz gleich ob es ein innerer oder ein äußerer Konflikt ist – eine Handlung erst so richtig spannend. Das kann ganz alltäglich der Vater, welcher mit allen Mitteln um das Sorgerecht für seine Tochter kämpft oder auch ganz spektakulär die Kriegerin in einer epischen Schlacht um das Königreich sein.
Diese Kämpfe werden spannend, wenn wir uns mit der Figur identifizieren können oder sie uns zumindest wichtig ist. Dafür muss sie nicht einmal zwingend gut sein. Auch in bösen Figuren erkennen wir Teile von uns wieder oder bauen Verbindungen zu ihnen auf, wenn wir beispielsweise ihren Leidensweg kennen oder sie uns in anderer Weise nahe stehen.
Haben wir unsere Figur dann kennengelernt, dann geschieht etwas in ihrem Leben, das sie zum Handeln zwingen wird. Ein ereignisreicher Moment, der das Leben völlig auf den Kopf stellt. Vielleicht zögert die Figur anfangs oder läuft davon, aber letztendlich muss sie sich diesem Problem stellen. Jetzt sind wir im besten Fall auf der Seite der Figur. Wir wollen, dass sie gewinnt! Damit wir als Autoren das Ganze noch etwas schärfen, bauen wir ein großes Risiko ein. Dieses Risiko kann gar nicht (und das meine ich genau so wie ich es schreibe) groß genug sein. Je weiter wir die Fallhöhe ausbauen, desto höher ist der Spannungsbogen.
Je weiter wir die Fallhöhe ausbauen, desto höher ist der Spannungsbogen.
Damit wir also eine spannende Figur und dessen Geschichte interessant erzählen können, gehen wir einmal genauer durch diese drei Punkte:
• Die Empathie
• Der Kampf
• Das Risiko

Die Empathie
Damit wir jemanden mögen hilft es oft, dass wir uns mit dieser Person identifizieren können. Das funktioniert oft über sehr grundlegende Gefühle wie Freude, Angst, Hass oder immer ganz präsent: der Liebe. Die Liebe ist nicht immer zwingend bloß das romantische Miteinander. Sie steckt genau genommen überall. Aus der Liebe heraus ist der Mensch zu eigentlich allem fähig. Damit wir eine Figur anfangen zu lieben, muss sie also nicht direkt gut oder heldenhaft sein. Wir sind auch in der Lage den Schurken zu lieben, wenn wir lange genug Zeit mit ihm verbringen. Sieht man nur das Äußere, dann urteilen wir schnell, besonders dann, wenn die Figur so gar nicht zu unseren eigenen Werten passt. Lernen wir die Figur dann aber genauer kennen, verbringen Zeit mit ihr und ändern im besten Fall sogar unsere Meinung über sie, weil wir die Beweggründe zumindest nachempfinden können, dann hat sie uns in den meisten Fällen für sich gewonnen.
In meiner Schulzeit gab es einen Jungen, der dafür bekannt war ständig Blödsinn zu machen. Er hat sich oft geprügelt, Schuleigentum beschädigt und ist auch im Unterricht nicht allzu knapp negativ aufgefallen. Nicht viele mochten ihn – eigentlich niemand. Nicht einmal das Lehrpersonal bemühte sich um ihn. Als ich dann im Laufe der Zeit durch Zufall erfahren habe, aus was für einem Elternhaus er stammt, tat er mir leid. Zwar fand ich sein Handeln nach wie vor nicht sonderlich edel und ich hatte auch noch immer Angst vor ihm, aber ich konnte schon als Teenager reflektieren, dass es ihm wohl nicht allzu gut zu gehen scheint. Wenn ich jetzt daran denke, dann wollte er wohl einfach nur wahrgenommen werden. Vielleicht hätte es ihm geholfen, wenn zumindest die Schule ein schöner Ort für ihn gewesen wäre.
Was ich mit diesem Beispiel sagen möchte ist, dass je vielschichtiger eine Figur wird, desto nahbarer wird sie für uns. Das führt in den meisten Fällen dazu, dass sie uns wichtig wird. Wäre der Junge aus dem Beispiel eine Hauptfigur unserer Geschichte, dann könnten wir einen alten Hausmeister einbauen, der ihn nach und nach unter seine Fittiche nimmt. Da er jedoch selbst viele Kämpfe im Leben auszutragen hat, kann er nicht die Zeit aufbringen, den Jungen eventuell sogar bei sich aufzunehmen. Wir als Zuschauer wünschen es uns aber so sehr, weil wir wissen, dass unser kleiner Freund nur eine Bezugsperson braucht, die ihn wertschätzt und leitet. Deshalb bleiben wir dran. Das innere Bedürfnis des Jungen geliebt zu werden, ist plötzlich auch unser Bedürfnis geliebt zu werden geworden.

Der Kampf
Kommen wir nun zum Kern des Ganzen: der Kampf. Der Kampf – oder – der Konflikt, den die Figur über die Geschichte hinweg durchlebt, ist maßgeblich für eine spannende Erzählung, denn er sorgt für Spannung, Leidenschaft und Spaß! Ja, auch Spaß. Denn ein Kampf, so heroisch dieses Wort auch klingen mag, muss nicht zwingend dramatisch oder kriegerisch sein. Jede gut geschrieben Figur hat ihren eigenen Kampf, banal oder spektakulär. Auch in einer Feel-Good-Komdie gibt es Kämpfe und Konflikte.
Damit so ein Konflikt entsteht, brauchen wir eine Gewisse Reibung. Diese setzt sich zusammen aus einem Ziel und einem Hindernis.
Das Ziel sollte immer so gesetzt sein, dass es der Figur so wichtig wie nur möglich ist. Das kann ein großes Ziel über die gesamte Erzählung hinweg sein, begleitet durch kleinere Zwischenziele im Laufe der Handlung. Damit dieses Ziel zu einer spannenden Geschichte wird, benötigen wir einen möglichst starken Widerstand, der diese gewisse Reibung erzeugt: das Hindernis.
Dieses Hindernis darf so groß sein wie ein Elefant in einem Hamsterkäfig. Je mehr Reibung, desto mehr Spannung. Der Hausmeister möchte den Jungen bei sich einziehen lassen. Legen wir ihm alles Mögliche an Steinen in den Weg! Jugendamt, die Eltern, sein geringes Einkommen, seine Frau, die Schulleitung. Je schwieriger das Hindernis und je wichtiger das Ziel, desto interessanter der Konflikt!
Denken wir doch einfach an all die Filme und Bücher, bei denen wir es kaum ausgehalten haben diese weiter zu verfolgen. Genau solche Momente werden durch genau diese Konflikte erzeugt. Wäre alles belanglos, dann greifen wir wieder zum Smartphone und spielen Candy Crush, während wir uns von irgendetwas berieseln lassen.
Das Risiko
Ich denke uns allen ist die Floskel ,,No risk, no fun‘‘ geläufig. Auch in Bezug für gute Geschichten finden diese Worte ihren Platz. Deshalb empfinde ich den Satz ,,No risk, no story.‘‘ als noch sehr viel treffender für unser Vorhaben. Denn gute Geschichten beinhalten immer ein gewisses Risiko. Schlägt man den Begriff ,,Risiko‘‘ einmal schnell nach, dann finden wir dort das Wort ,,Sicherheit‘‘. In einem Risiko wird die Sicherheit einem übergeordneten Ziel hinten angestellt. Das kann einem oft ganz schöne Angst machen. Nicht nur im eigenen Alltag, sondern auch bei einem Film oder einem Buch.
Jetzt verfolgen wir unsere Figur also eine Weile durch unsere Geschichte, haben sie lieb gewonnen und befinden uns in einem Konflikt. Ab einem Gewissen Punkt muss die Figur neben all den Problemen im besten Fall (für unseren Spannungsbogen) eine schwerwiegende Entscheidung treffen. Auch dort bestimmt die Fallhöhe die Spannung. Da unsere Figur natürlich gewinnen möchte, entscheidet sie sich selbstverständlich für die in der Handlung spannendere Problembewältigung. Schießen oder nicht schießen? Springen oder nicht springen? Spreche ich meinen Schwarm an oder bleibe ich stumm? Sollte ich meinen Vater konfrontieren oder lieber weiter meine Gefühle unterdrücken?
All diese Dinge lösen bei uns im echten Leben ziemlich starkes Herzklopfen aus. Wieso also sollte dies für eine gut inszenierte Geschichte nicht gelten?
Okay, jetzt haben wir ein wenig besprochen, weshalb es so wichtig ist, dass sich unsere Figuren in Konflikte stürzen um eine Geschichte mit Leben zu füllen. Das Schöne an diesen Punkten ist, dass man anhand dieser Tipps eine noch so banale Handlung interessant und spannend gestalten kann. Für mich persönlich ist das Setting bei einem guten Film beispielweise völlig egal, solange das Geschehen interessant ist. Ein gutes Beispiel dafür ist der Film ,,No Turning Back‘‘ mit Tom Hardy in der Hauprolle! Den ganzen Film über sehen wir den Darsteller in seinem Auto telefonieren. Langweilig, oder? Falsch! Dieser Film hat mich so enorm gefesselt, dass ihn wirklich jedem weiterempfehlen kann. Der Kampf, den diese Figur austrägt, ist so unfassbar gut gelungen, dass einem bei der Vorstellung selbst in dieser Situation zu sein richtig anders zumute wird.
Also, das war es dann für diesen Teil von mir. Danke, dass Du meinen ersten Blog-Eintrag bis hierhin gelesen hast! Sollte er dir gefallen haben, dann teile ihn doch gerne und/oder sende mir ein Feedback, falls du noch Kommentare und Anregungen hast.
Viel Spaß beim Schreiben!
Phil
Ein neues Kapitel
Hello zusammen,
wenige Monate ist es her, dass ich von mir hören lassen hab. Ich war ein wenig im Zwiespalt ob diese ganze Blog-Sache wirklich sein muss - heute aber fühle ich es (schmunzelnd).
Vor etwa 4 Tagen bekam ich die Mail von der Schauspielschule. Im Anhang der Stundenplan und dass es in 6 Wochen losgeht!

Wow - 6 Wochen noch. Ich habe etwa ein Dreivierteljahr auf diesen Tag gewartet und bald ist er da. Sehr schön!
Jetzt steigt die mit Vorfreude geladene Nervosität schon ein wenig.
Ich erinnere mich gut an die Zeit in Los Angeles in der ich zum ersten Mal Schauspiel Unterricht genommen habe und puh - war ich nervös. Natürlich hoffe ich mich da etwas gebessert zu haben, aber selbst wenn - ein wenig Nervosität gehört immer dazu, wenn man neue Dinge wagt.

In diesem Zuge wäre es interessant zu wissen, ob oder was du/ihr als Leser denn vielleicht von der Ausbildung zum Filmschauspieler wissen wollt. Wenn ihr Fragen habt oder eventuell sogar Wünsche nach einem ausführlichen Artikel dann schreibt mir doch einfach eine Mail in meinem Kontakt-Formular oder kontaktiert mich mit einer DM auf Instagram (@philbeckr).
Das war’s erst einmal wieder von mir. Bis bald,
Phil